RODENBERG (pd). Über die tatsächliche Kaufsumme schweigt sich Stadtdirektor Uwe Heilmann aus. Die Nachricht, dass die Ruine des ehemaligen Gasthauses "Grüner Baum" nun bald aus dem Ortsbild verschwinden soll, wird für die Rodenberger Bürger sicher zunächst auch mehr Nachrichtenwert haben. Denn das marode Gebäude gilt als "Schandfleck" und bietet seit dem Brand am Schützenfest-Montag vor vier Jahren überhaupt keinen schönen Anblick im Ortseingangsbereich. In der jüngsten Verwaltungsausschusssitzung der Stadt ist beschlossen worden, das Gebäude mit Grundstück zu kaufen, um dann den Abriss vornehmen zu können.
Schon bald soll dieser Anblick nur noch Geschichte sein: Die Stadt hat den ehemaligen "Grünen Baum" mit dazugehörigem Grundstück käuflich erworben und wird nun für einen baldigen Abriss sorgen.
"Wir haben mit dem Besitzer entsprechend verhandelt und schließlich ist dieser uns im Kaufpreis entgegen gekommen", ergänzt der Stadtdirektor. Lange Zeit hatte es einen Stillstand in den Verkaufsverhandlungen gegeben, weil der Besitzer allzu hohe Erlöse erwartet hatte.
Jetzt habe man eine Einigung erzielen können mit dem Ziel, gerade im Zuge der geplanten Umgestaltungsmaßnahmen der Allee die hässliche Bauruine endlich beseitigen zu können. Zum Gebäude gehört auch eine Fläche von rund 1900 Quadratmetern, die zum Teil auch als öffentliche Verkehrsfläche dient.
Wenn die Abrissbagger ihre Arbeiten erledigt haben, soll die freie Fläche geordnet und eingegrünt werden.
Pläne für eine Wohnbebauung gäbe es nicht, so Heilmann. "Wir haben zwar viel Geld in den Hochwasserschutz gesteckt, aber eine Garantie, dass es hier nie zu Überschwemmungen kommen wird, gibt es eben nicht", begründet der Stadtdirektor. Entlang der Masch sollen aber Garagen aufgestellt werden.
Und dort, wo zurzeit noch die Ruine steht, soll der Platz mit Fahrradständern und Parkplätzen für die zahlreichen Pendler ausgestattet werden, die von dort aus die Schnellbuslinie nach Haste nutzen.
Der Kiosk wird nach den bisherigen Plänen an seinem jetzigen Platz bleiben. Foto:pd