1. Nicht nur das Wetter verhagelt die Stimmung

    Einige Schausteller sind gleich weggeblieben / Übersichtliche Besucherströme / Kinderkarussell fährt nicht umsonst

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    RODENBERG (pd). Diejenigen, die seit Jahrzehnten über den Rodenberger Martinimarkt bummeln, waren sich größtenteils in ihren Kommentaren einig. Diese lauteten in etwa so "Was ist das diesmal ruhig hier" oder "Warum sind denn noch so viele Buden geschlossen?" Schausteller, die als Stammgäste anzusehen sind, machten ihrem Unmut über das verhaltene Besucherinteresse vor allem am Familien-Sonnabend Luft. Andere, die von schlechten Wetterprognosen gehört hatten, verzichteten ganz auf eine Teilnahme am Martinimarkt-Dienstag und sorgten damit für Lücken auf der Marktmeile.

    Sehr zum Unbehagen von Marktmeister Ingo Heuser, der so ein Verhalten natürlich nicht gutheißen konnte. Auch die Tatsache, dass viele Marktbeschicker nicht wie üblich um 9 Uhr, sondern zum Teil erst weit nach 11 Uhr ihr Buden und Stände öffneten, kam bei Heuser nicht gut an. "Da wird es eine entsprechende Manöverkritik geben müssen", so der Verantwortliche im Rathaus.

    Diejenigen, die an allen drei Markttagen in Rodenberg unterwegs waren, konnten eine Art "Auf und Ab" in den Besucherzahlen bemerken. Der Sonnabend fing ganz schwach an und konnte sich von Nachmittag bis zum Abend auch nicht verbessern. Der Verkaufsoffene Sonntag erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, vor allem bei den Rodenbergern. Viele interessante Verkaufsgespräche sind geführt worden und natürlich ist auch schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk gekauft worden. Auch der Marktbesuch war so gut wie in den Vorjahren auch.

    Der Dienstag startete dagegen ausgesprochen verhalten. Zum einen war dafür sicher das ungemütliche und unbeständige Wetter verantwortlich. Hagel- und Regenschauer zogen über die Deisterstadt und luden nicht gerade zu einem Marktbummel ein. Aber auch die verschlossenen Buden und Verkaufsstände trugen nicht gerade dazu bei, von einem echten Markttrubel zu sprechen. Natürlich ließen sich die unerschrockenen Martinimarkt-Fans davon nicht abhalten und ließen sich bereits zum Mittag Grünkohl, Pizza, Bratwurst oder Erbsensuppe schmecken. Dazu ein "Schnäpschen in Ehren" mit dem obligatorischen "Prost Jahrmarkt" – auch das lassen sich die Rodenberger selbst bei Sturm und Regen nicht nehmen. Doch von "Jubel, Trubel, Heiterkeit" konnte kaum die Rede sein.

    Enttäuscht waren auch die Kindergarten-Kinder aus der Grover Straße. Sie hatten sich mit ihren Erzieherinnen auf den Weg zum Martinimarkt gemacht in der Hoffnung, wie es noch vor zwei Jahren guter Brauch war, einige Runden im Kinderkarussell umsonst drehen zu dürfen. Sozusagen als "Werbemaßnahme", damit Mutti und Papi oder Omi und Opi auch am Nachmittag ihnen Karussellfahrten spendieren. Doch damit war´s auch in diesem Jahr nichts, denn die Karussells in der Amtsstraße waren am frühen Vormittag noch nicht geöffnet.

    In den Abendstunden füllte sich die Lange Straße dann zwar noch etwas, doch die Besucherzahlen blieben hinter denen der Vorjahre deutlich zurück. Ob nun der Wettergott, eine gewisse Markt-Müdigkeit oder der "Euro-Teuro" dafür verantwortlich waren, kann wohl an dieser Stelle keiner sagen.

    Man kann nur hoffen, dass im nächsten Jahr wieder das sonst übliche fröhliche Marktgeschehen rund um Amtsstraße und Lange Straße zu erleben ist. Foto:pd

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