1. Familienzentrum unter städtischer Trägerschaft

    Kindertagesstätten zu Servicestellen für Familien weiter entwickeln

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (ste). Die Gruppe aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen beantragte jetzt bei der Stadt die Einrichtung eines Familienzentrum als eine gesamtgesellschaftliche Einrichtung, an der sich die Stadt Rinteln mit den in ihrer Trägerschaft befindlichen Einrichtungen beteiligt und mit Kooperationspartnern eine gemeinsame Angebotspalette anbietet.

    Ursula Helmhold und Klaus Wißmann begründen als Fraktionssprecher ihren Antrag unter anderem damit, dass in der Stadt Rinteln bereits sieben Kitas und drei Spielkreise sowie ein in städtischer Trägerschaft betrieben werden. Diese Einrichtungen bieten Betreuung für rund 500 Kinder im Alter von einem bis zu zwölf Jahren. Jede Einrichtung arbeitet bisher relativ autark und bietet zu unterschiedlichen Schwerpunkten Erziehung, Bildung und Betreuung an. "Dieses vielfältige Angebot gilt es zu erhalten und im Sinne einer qualitativen Weiterentwicklung zu gestalten", so Helmhold und Wißmann in ihrem Antrag.

    Ursula Helmhold und Klaus Wißmann wollen ein städtisches Fami-lienzentrum einrichten lassen.

    Den Familien werde ein zentraler Stellenwert für die positive Entwicklung der nachfolgenden Generationen und für den sozialen Zusammenhalt des Gemeinwesens zugewiesen.

    In Untersuchungen werden die Leistungen der Familie und die Herausforderungen ausgeführt. Doch Leistungen in der Familie seien keine "naturwüchsig ablaufenden" Prozesse und immer wieder neu müsse sich die Familie auf veränderte Situationen einstellen. Deswegen brauchten Familien eine soziale Infrastruktur, die Anforderungen und Belastungen abfedere. Familienzentren seien diesem Auftrag verpflichtet; sie wollen eine bedarfsgerechte, integrierte Angebotsstruktur entwickeln, mit denen Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern gefördert und Eltern und Familien unterstützt werden.

    Zur niedrigschwelligen Unterstützung von Familien in allen Fragen der Betreuung, Bildung und Erziehung werden die Kindertagesstätten zu Servicestellen für Familien weiter entwickelt.

    Gemeinsam mit allen anderen in diesem Bereich tätigen Institutionen wird ein Netzwerk ausgebaut mit dem Ziel, möglichst viele Eltern möglichst früh und niedrigschwellig bei der Erziehungsarbeit zu unterstützen. Hierzu wollen die Antragsteller Fördergelder des Landes Niedersachsen beantragen.

    Den veränderten Bedürfnissen von Familien und Gesellschaft könnten unter dem Dach eines "Familienzentrums" unterschiedliche Angebote gemacht werden, wie beispielsweise Beratung von Familien durch Sachbearbeiter der Stadt, Beratung von Familien durch Jugendamtsmitarbeiter, Angebote wie Ferienbetreuung, Kinderhotels und vieles mehr.

    Dabei ist nach Meinung der SPD/Grünen hervorzuheben, dass die Beziehungsebene zwischen Kind-Eltern-Erzieher in den Kitas und Spielkreisen vorhanden ist und so ohne Verzögerung tragfähige und wirksame Lösungen erarbeitet und Angebote entwickelt werden können. Foto: ste

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an