1. "Bad Nenndorf kommt gut an" S-Bahn wird mit "großem Bahnhof" auf den Namen "Bad Nenndorf" getauft

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    HASTE (pd). Da strahlte sogar der Bahnhof Haste für einen kurzen Moment wieder in altem Glanz: Mit einem kurzen Festakt, einem Büffet unter freiem Himmel und Chormusik wurde in Haste eine S-Bahn der DB Regio AG auf den Namen "Bad Nenndorf" getauft. Für die obligatorische Sektdusche war Bürgermeisterin Gudrun Olk zuständig, die ihre kurze Ansprache mehrfach wegen durchbrausender Züge unterbrechen musste. Regio-Marketingleiter Guido Verhoefen versprach für die Zukunft ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.

    Bürgermeisterin Gudrun Olk spendiert der neuen S-Bahn "Bad Nenndorf" eine prickelnde Sektdusche. Interessierte Zuschauer der Zeremonie waren unter anderem Ratsvertreter, Funktionsträger und Bahnvertreter aus Bad Nenndorf, Haste und Suthfeld.

    Lokführer Sebastian Blume hatte die wichtige Aufgabe, die S-Bahn mit zahlreichen Ehrengästen der Taufzeremonie wieder nach Bad Nenndorf zurück zu fahren.

    Solch einen Aufführungsort hatte die BSW-Chorgemeinschaft Waltringhausen/Haste unter der Leitung von Hansjürgen Lemme sicher noch nie. Direkt am Bahngleis und vor der neuen S-Bahn in leuchtendem Rot sang der Chor passende Lieder zum Auftakt der Taufzeremonie. Den Anstoß zur Namensgebung hatte der Waltringhäuser Joachim Wohlfahrth gegeben. Ihm war schon lange aufgefallen, dass die Namen anderer Kurorte bereits an den Zügen im Regionalverkehr zu finden seien, Bad Nenndorf bislang aber fehlte. Durch seinen Anstoß trägt jetzt der 17. von insgesamt 46 S-Bahn-Zügen einem Namen mit Bezug zur S-Bahn-Region Hannover. Der Name der Stadt Bad Nenndorf und das Stadtwappen sind beidseitig an den Enden des Zuges angebracht und werden so künftig im gesamten S-Bahn-Netz zu sehen sein.

    "Mit der Zugtaufe bringt die Stadt Bad Nenndorf ihre Verbundenheit mit der S-Bahn sichtbar zum Ausdruck", stellte Guido Verhoefen vor der Taufzeremonie fest. Die Fahrgäste würden vor allem den Komfort, die Schnelligkeit und die Zuverlässigkeit der roten Züge zu schätzen wissen. Laut Information von Bahnsprecher Hans-Jürgen Frohns nutzen täglich rund 1800 Reisende die 76 S-Bahn-Verbindungen in Bad Nenndorf.

    Verhoefen freute sich darüber, dass die neue S-Bahn mit "Bad Nenndorf" einen "richtigen" und keinen "technischen" Namen erhalten habe. Dies stehe zugleich für einen hohen Qualitätsanspruch. Schon jetzt würden der hohe Pünktlichkeitsgrad von 97 Prozent und die große Zuverlässigkeit für sich sprechen. Für 2008 habe sich die Bahn einiges vorgenommen. Schwerpunkte seien zum einen die Optimierung von Information im Störungsfall und zum anderen die Sauberkeit, zum Beispiel auf den Toiletten in der S-Bahn. Mit zwei Bitten wandte sich der Marketingleiter an die Stadt Bad Nenndorf: Die Bekämpfung von Vandalismus und die Unterstützung für das Projekt "Klasse unterwegs", mit dem Schüler und Lehrer für das Bahnfahren gewonnen werden sollen.

    Bürgermeisterin Gudrun Olk, die es als "etwas unsensibel" empfand, die Fahrt von Bad Nenndorf nach Haste zum Taufakt mit einer S-Bahn mit dem Namen "Barsinghausen" habe antreten müssen, machte zunächst der Chorgemeinschaft ein Kompliment. Während sie ihre Rede mehrmals wegen durchfahrender Züge unterbrechen musste, sang der Chor munter weiter. "Gegen sie kommt kein Zug an", stellte die Bürgermeisterin daher fest. Die Wahl des Namens fand Olk mehr als passend, würden doch zahlreiche Pendler und Kurgäste die S-Bahn als schnelles und umweltfreundliches Verkehrsmittel zu schätzen wissen. Mit Bad Nenndorf würde man nicht nur "gut ankommen" sondern auch "gut fahren" stellte die Bürgermeisterin fest, bevor sie mit beherztem Schwung die Magnum-Sektflasche öffnete und das prickelnde Nass über den Zug laufen lies. Hastes Bürgermeister Sigmar Sandmann gratulierte zur Taufe und bedankte sich bei der DB Regio AG für die gute Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit. Diese würde er sich auch in anderen Bereichen wünschen, erklärte Sandmann und spielte damit auf das Haster Bahnhofsgebäude an. Er wünsche sich eine Revitalisierung des Gebäudes und stehe mit seinem Anliegen nicht allein da. "Das Bahnhofsgebäude bewegt die Bürger in Haste", erklärte der Bürgermeister mit Nachdruck. Foto: pd

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