RINTELN (ste). Am Dienstag, 6. November, lädt der Hospizverein Rinteln ab 19.30 Uhr im Kreiskrankenhaus Rinteln in den Speisesaal zu einem Vortrag von Stefanie Schardien zum Thema "Umgang mit Leiden aus katholischer und evangelischer Sicht und die Auswirkung auf die praktische Begleitung".
"Am Ende stirbt doch jeder für sich" ist eine der Kernaussagen, doch wie unterschiedlich sich Sterben ereignen kann, davon wissen die Menschen, die in medizinischen Berufen, in Krankenhäusern, Pflegeheimen und auch in der Hospizarbeit tätig sind, am besten zu berichten.
Die einen Menschen sterben nahezu unbemerkt, die anderen von Schmerz gebeugt, einige wirken versöhnt und wieder andere kämpfen bis zum Schluss. Wie ein Mensch stirbt, wie er selbst sein Sterben erlebt, das variiert je nach den lebensgeschichtlichen, gesundheitlichen und nicht zuletzt äußeren Rahmenbedingungen.
In den gegenwärtigen Fragen biomedizinischer Ethik werden aus politischen, gesellschaftlichen und medizinischen Kreisen noch immer oder vielleicht auch wieder verstärkt die Kirchen nach ihrer Position gefragt.
In einer mehrjährigen Studie hat Stefanie Schardien als wissenschaftliche Mitarbeiterin des ökumenischen Instituts an der Bochumer Ruhr-Universität kirchliche Stellungnahmen zu Konflikten am Lebensende auf die Gemeinsamkeiten und Differenzen hin untersucht. Im Zentrum des Vortrags beim Hospizverein Rinteln soll beispielhaft die Frage nach den evangelischen und katholischen Perspektiven auf das Moment des Leidens am Lebensende stehen.
Ein Anliegen des Abends wird es sein, über die möglichen Konsequenzen der Ergebnisse für die praktische Begleitung Sterbender durch Angehörige, durch Menschen in pflegenden Berufen oder Ehrenämtern zu diskutieren.