RODENBERG (pd). Die Trauerfeier für Walter Münstermann ist gut eine Woche her. An dieser Stelle melden sich noch einmal die kulturtragenden Vereine der Deisterstadt zu Wort, um die besonderen Verdienste und Fähigkeiten des Verstorbenen ausdrücklich hervorzuheben. Sie beklagen den Verlust eines Partners, der stets darum bemüht war, die Geschichte seiner Heimatstadt zu erhellen und die Vereine, die gleiche Ziele verfolgten, nach Kräften zu unterstützen.
Nach den Worten von Friedrich Hardekopf vom Fremdenverkehrsverein Rodenberg hat sich Walter Münstermann in besonderer Weise mit der Geschichte der Stadt beschäftigt. Die Öffentlichkeitsarbeit der kulturtragenden Vereine wie dem Heimatbund, dem Förderverein Schloss, der Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Rodenberger Windmühle und dem Fremdenverkehrsverein, haben durch das besondere Engagement von Walter Münstermann viele wertvolle Impulse erhalten.
Heinrich Grabemann von der IG Windmühle stellt für sich fest, der so plötzlich verstorbene Münstermann sei als Presseberichterstatter für das "Schaumburger Wochenblatt" keinem verpflichtet gewesen, habe aber jedem hilfreich zur Seite gestanden. Er sei in hervorragender Weise mit bemüht gewesen, die Windmühle zu erhalten. Der Verstorbene habe immer ein offenes Ohr und den feinen Verstand gehabt, die Probleme des Vereins den Bürgern in Rodenberg durch seine Arbeit nahe zu bringen.
Für Karl-Heinrich Wulf, der mit Münstermann unter anderem zusammen in den Volkshochschulkursen zur Erstellung der Rodenberger Chronik tätig war, hat sich der langjährige Redaktionsleiter mit besonderer Hingabe dem Ziel gewidmet, die Chronik der Deisterstadt fortzuschreiben. "Er wusste genau, was in Rodenberg in den letzen Jahrzehnten passiert ist", ergänzt Wulf. Und Erich Schales vom Förderverein Schloss Rodenberg erinnert sich: "Walter Münstermann wollte immer, das Rodenberg so gut wie möglich da steht". Er sei bei Terminen immer bestens vorbereitet gewesen und habe oftmals auch selber etwas zu bestimmten heimatgeschichtliche Themen beitragen können.
Der Vorsitzende des Rodenberger Heimatbundes, Henning Dormann, bringt die Gefühle zum Tod eines langen Wegbegleiters mit folgender Feststellung auf den Punkt: "Wir haben mit ihm einen liebenswürdigen und heimatgeschichtlich aktiven Menschen verloren, der uns nicht zuletzt durch seine verlässliche und sehr gute Berichterstattung immer unterstützt hat".