1. "Die Linke" ist gegen ein Parkhaus

    Nur ein "Prestigeobjekt / Geld lieber für Naturbad ausgeben / Parkmöglichkeiten genügend vorhanden

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    BAD NENNDORF (pd). In einer Pressemitteilung spricht sich "Die Linke", Ortsverband Bad Nenndorf/Rodenberg ganz klar gegen ein Parkhaus an dem geplanten Standort in der Kurstadt aus. Man sähe keinen Bedarf für weitere 157 Parkplätze in der Innenstadt. Der Vorsitzende von "Die Linke", Mark Schäfer, weiter: "Es scheint sich um ein Prestigeobjekt zu handeln, so etwas hat nicht die Allgemeinheit zu finanzieren. Wir sind gern bereit die Sachlage zu erörtern und sprechen uns grundsätzlich für sinnvolle Lösungen bei eventuellen Parkplatznöten aus".

    Schäfer hält weiter fest, dass derzeit lediglich an Markttagen und bei größeren Veranstaltungen im Kurpark Parkplatznot in der Innenstadt herrschen würde. In der übrigen Zeit gebe es ausreichend Parkmöglichkeiten. Durch den Umzug von "Plus" würden zudem Parkplätze an der Kurhausstraße frei werden. Auch die Eröffnung des Rahlfs- Komplexes werde an diesen Tatsachen zunächst nichts ändern. Zum einen gebe es dort eigene Parkplätze und zum anderen würden dort vorerst lediglich Geschäfte einziehen, die ihren Sitz schon in der Innenstadt gehabt hätten. Und um für eine Großveranstaltung ausreichend Parkmöglichkeiten zu schaffen, müsse man wohl 500 bis 1000 Parkplätze schaffen. Mit der Parkhausplanung würde auch die Diskussion über Parkgebühren beginnen. "Ob diese dafür sorgt, dass sich die Geschäfte in der Innenstadt füllen und sich neue Betreiber dort ansiedeln, darf bezweifelt werden", führt Schäfer weiter aus. Der Ort, an dem das Parkhaus entstehen solle, sei derzeit durch einen alten Baumbestand gekennzeichnet, der einen ästhetischen Übergang zum Kurpark bilden würde. Eine optische Aufwertung durch ein Parkhaus sei daher nicht erforderlich. Abschließend müssten auch die Kosten betrachtet werden, so der Vorsitzende. Grundsätzlich sei die sinngemäße Aussage des Architekten richtig, dass man nicht erst auf die Kosten sondern auf die Sinnhaftigkeit einer Maßnahme schauen müsste. "Zum Sinn haben wir zu Beginn unserer Presserklärung einiges ausgeführt", erklärt Schäfer. Die Kosten des Projektes würden sich auf 3,24 Millionen Euro belaufen, entnommen aus den Geldbörsen der Steuerzahler. Denn sowohl Zuschüsse des EU-Programms EFRE als auch eventuelle Landeszuschüsse und natürlich der Anteil der Stadt würden aus Steuermitteln kommen. Ein verantwortungsvoller Umgang damit sei immer angezeigt.

    Auch wenn die Stadt lediglich 540 000 Euro übernehmen sollte, also 3 439 Euro pro Parkplatz, sei dies eine große Summe. Das Geld könne man in anderen Bereichen nachhaltiger anlegen. So hätte man mit diesem Betrag schon den Großteil eines Naturbades finanziert.

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