AUETAL (tt). Wer eine richtige Feuerwehrfrau oder ein richtiger Feuerwehrmann werden will, muß schon eine ordentliche Portion Wissen und Können mitbringen, um gleich mehrere Prüfungen zu bestehen. "Was wir früher in einigen Wochen abgehandelt haben, dauert jetzt zwei Jahre", so Auetals Gemeindeausbilder Ralf Kopczinsky am Rande der diesjährigen Ausbildungsstufe zum Truppmann I. Zusammen mit Nachwuchskräften aus der Gesamtgemeinde Rodenberg mussten die Auetaler Feuerwehraspiranten nach einer theoretischen Prüfung eine praktische Prüfung ablegen.
Im Industriegebiet in Rehren wurden unter der Leitung von Friedhelm Möller aus Riepen und den Kreisausbildern drei C-Rohre für einen Löschangriff ausgerollt und eine Leiter fachmännisch aufgestellt, um auch in luftiger Höhe einen "Wasserangriff" vorzubereiten. Insgesamt waren 17 Frauen und Männer aus Rodenberg und 11 Auszubildende aus dem Auetal im Einsatz. Im nächsten Jahr erfolgt dann die Ausbildung zum Truppmann II, bevor die Blauröcke vollwertige Feuerwehrleute sind, die an vorderster Front bei Einsätzen stehen dürfen. "Innerhalb der zwei Jahre wird in den Ortsfeuerwehren ständig Fort- und Ausbildung betrieben, damit die Aspiranten auf dem neuesten Stand der Technik und der Bestimmungen bleiben", so der Gemeindeausbilder weiter. So gut und wichtig die Ausbildung auch sein mag, sie hat einen großen Nachteil, denn durch die höheren Ansprüche verlieren immer mehr junge Menschen die Lust an der Feuerwehrarbeit oder sind nicht in der Lage, die Prüfungen zu bestehen, was letztendlich die Einsatzbereitschaft der kleineren Ortswehren schwächt. Foto: tt