RINTELN (ste). Werkbrandmeister Uwe Jansen schaute bei der Jahresabschlussübung kritisch auf die Arbeit seiner Werkfeuerwehrleute von OI-Glasspack. Eine Arbeit, die für Betriebsleiter Peter Ernst nicht mehr aus dem Unternehmen wegzudenken ist: "Beim Bau unserer neuen Glaswanne war es eine zwingende Voraussetzung unserer Betriebsversicherung; jetzt ist die Werkfeuerwehr ein fester Bestandteil unseres Standortes und nimmt uns die Angst vor einem größeren Brand!" Wie die Werkfeuerwehr arbeitet, das wollten auch Regierungsbrandmeister Reinhard Meyer von der Polizeidirektion Göttingen und Detlef Korf als stellvertretender Stadtbrandmeister wissen und schauten sich zusammen mit Jansen und Ernst die Übung an, bei der neben der Werkfeuerwehr noch die Wehren aus Rinteln, Todenmann, der Stadtatemschutzwagen aus Schaumburg und die Werkfeuerwehr der Lebenshilfe vertreten waren. Besonders die Lebenshilfe ist im Ernstfall ein wichtiger Bestandteil des Brandbekämpfungskonzeptes von Jansen, denn der Lebenshilfe-Tanker fasst alleine schon 8.000 Liter Löschwasser und die sind im ersten Angriff überlebenswichtig. Weiteres Wasser gibt es aus zwei Hydranten und über lange Wegstrecke aus der Weser; doch das dauert.
Damit die Bedingungen für die eingesetzten Feuerwehrleute möglichst realistisch waren, hatte Jansen die Realistische Unfalldarstellung des DRK angefordert und die hatten sechs Mimen mit schrecklichen Verletzungen gestellt. Theaterblut floss in Strömen und die Schreie der "eingeklemmten" Personen gingen durch Mark und Bein. Zum ersten Mal im Einsatz war auch die Vorgruppe Rinteln der SEG, die sich in diesem Jahr gründete und eine schnelle Erstversorgung von Verletzten sichern will. Foto: ste