HEUERSSEN. "Nicht uncharmant", "bemerkenswert, der Schritt der WGS in Richtung einer ampelgesteuerten Kreuzung", "der richtige Weg" - so oder so ähnlich lautete eine Reihe von Stellungnahmen aus den Reihen von SPD und CDU auf der jüngsten Sitzung des Rates der Gemeinde Heuerßen.
Nach zwei vergeblichen WGS-Anläufen zur Durchführung eines Bürgerbegehrens, einer zeitlich umfangreichen Bürgerversammlung sowie endlosen, langwierigen Diskussionen in dem kommunalen Parlament und letztlich dem mit der Mehrheit von SPD- und CDU-Stimmen gefassten Beschluss, eine Bürgerbefragung nicht mehr durchzuführen, kam Bewegung in das Vorhaben des Rates, eine Stellungnahme zum Ausbau der B 65 abgeben zu wollen. Der gemeinsam gefasste Beschluss, eine erste Stellungnahme aus dem Jahre 2004 aufzuheben, machte den Weg frei für ein Konzept, das WGS-Fraktionssprecher Hans Bielefeld dem Rat auf einer Skizze präsentierte. Danach soll es eine Ampelkreuzung geben, dort, wo sich B 65 und die K 30 treffen, allerdings soll der Verlauf der Bundesstraße etwa 50 Meter weiter nach Süden verschwenkt werden und die aus Kobbensen herausführende Straße Untere Bult entsprechend in Richtung Heuerßen verlängert werden. Dem WGS-Sprecher schwebt vor, die Siedlung Eichenbruch durch einen Lärmschutzwall oder eine dichte Bepflanzung vor dem Lärmpegel zu bewahren. Eine Bepflanzung ist auch für den nördlichen Bereich des Straßenverlaufs im Bereich Eichenbruch in Richtung Kobbensen vorgesehen. Eichenbruch selbst soll über eine Zuwegung an die K 30 angeschlossen werden, die alte B 65 als Wirtschaftsweg dienen.
Sprecher von SPD und CDU begrüßten den WGS-Vorschlag, wobei die Distanz von 50 Metern nur eine lockere Vorgabe sein soll. Bei der Lichtzeichenanlage müsse es sich um eine verkehrsflussgesteuerte Ampel handeln. Ralf Duhnsen (CDU) wies darauf hin, dass die Verschwenkung nur so weit gehen dürfe, dass Lärmschutzmaßnahmen nicht gefährdet sind. Auch wenn der frühere Bürgermeister Harald Abmeyer (SPD) dem Vorschlag wenig Aussicht auf Erfolg einräumte, sollen nun die Chancen einer Verwirklichung geprüft werden. Dazu wollen die drei Fraktionsvorsitzenden und Bürgermeister Frank Stahlhut Gespräche mit dem Landkreis führen. "Wenn wir das gemeinsam vorschlagen, dann werden wir auch Erfolg haben", signalisierte WGS-Chef Bielefeld ein weiteres Zugehen auf SPD und CDU. SPD - Sprecher Karl-Heinz Weikert "Im Großen und Ganzen sind wir uns einig." Prompt erhielt der Beschlussvorschlag, den Verlauf der B 65 so weit wie möglich nach Süden und damit weg von Kobbensen zu verschieben sowie die Kreuzung zu einer Ampelkreuzung auszubauen, die Zustimmung aller Mitglieder des Gemeinderates. 18 Bürger hatten das Geschehen im Saal des Dorfgemeinschaftshauses aufmerksam verfolgt und vereinzelt Zwischenrufe gewagt. Foto: privat