1. "A Musi, a G‘Spusi und oan Bier"

    Männer sind nach Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse durchweg zufrieden

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    RINTELN (ste). Richtet man eine Party mit Frauen aus, muss, so zumindest das Klischee, alles drumherum stimmen. Tischdecken, Blumen, Kerzen, gepflegtes Essen, sinnhafte Gespräche, nette Gäste, eine ordentliche Garderobe, saubere Toiletten in ständiger Erreichbarkeit und Musik mit einem leichten Herz-Schmerz-Touch. Bei Männern ist das viel einfacher: "A Musi, a G‘Spusi und oan Bier" reichen völlig und zwei Drittel davon lieferte der Rintelner Carnevalsverein beim diesjährigen Bockbieranstich. Auf das G‘Spusi mussten die Herren verzichten, denn erlaubt waren lediglich die Damen des Bedienpersonals, denen größtes Lob für ihre Unermüdlichkeit gebührte. Doch das fehlende Drittel wartete schließlich am Ende des gelungenen Abends auf die Herren im trauten Heim und bis dahin konnten sich die Männer unbeschwert gehen lassen.

    Aus vielen rauhen Kehlen drangen urtümliche Bayernsongs, die von Winfried Stark und seinen Steigerwäldern zum Auftakt intoniert wurden.

    Die heiztem den 250 Männern im Saal so richtig ein und schafften es spielen, die "Hände zum Himmel" zu bringen. Eine Trainingseinheit, die sich übrigens auch eine Abordnung des SC Rinteln und der "Feierwehr" gönnten. Franz Josef Stöckl, Vorsitzender des RCV und treuer Bockbier-Fan, freute sich beim Anstich des frischen Schaumburger besonders auf die diesjährige Bockbierrede. Für die ließ sich zwar kein namhafter Politiker gewinnen ("...ich weiß nach vielen Telefonaten, wo eine Reihe von denen im Urlaub ist und bin schon deshalb ein echtes Sicherheitsrisiko!"), und dennoch war sie ein echter Knaller.

    Die "Erdnuss" aus dem Kölner Karneval sorgte für eine Stimmung, die sich kaum mehr toppen lässt.

    Mit Melone, sandfarbenem Frack, karierter Hose und jeder Menge Männerwitz auf Lager ließ er die Beamten schnarchen, die Blondinen blödeln und die Mitarbeiter im Rathaus kriechen statt meckern. Der Vollblut-Karnevalist machte in seiner hochdeutschen Büttenversion Lust auf Karneval und musste am Ende noch eine Zugabe geben.

    Als Horst Schmänner kommt Winfried Stark mit seinen Original Steigerwäldern bestens an.

    BUZ IV (1 Mann in der Bütt)

    In Kölner Karnevalsmanier sorgt die "Erdnuss" für Mega-Stimmung.

    Dann endlich war Karl Lange am Zug, der mit seinem Holzhammer mächtig ausholte und den Zapfhahn mit nur einem Schlag in das Fass hämmerte; dann floss das Bier in Strömen und die Trinklust war bis spät in die Nacht ungebrochen. Prost! Bis zum nächsten Jahr. Foto: ste

    Die Männer an den vollbesetzten Tischen lassen es sich gut gehen.

    BUZ II (2 Männer mit Bier)

    Karl Lange und die "Erdnuss aus Köln" prosten sich mit dem ersten Bock zu.

    BUZ III (1 Mann in den Tischreihen)

    Als Horst Schmänner kommt Winfried Stark mit seinen Original Steigerwäldern bestens an.

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