BAD NENNDORF. "Ich will 30 Prozent mehr Rente". Mit diesem Zwischenruf einer Zuhörerin begann eine mehr als einstündige Diskussion zwischen dem Landtagsabgeordneten der CDU Dr.–Ing. Joachim Runkel und der Frauen Union Bad Nenndorf. Ursprünglich war es Runkels Ziel, den Damen das neue Wahlprogramm der CDU darzulegen. Nach dem Zwischenruf legte Runkel jedoch sein Redemanuskript beiseite, um auf " 30 Prozent mehr" einzugehen. Die Sanierung des niedersächsischen Haushaltes sei auf einem guten Weg. Seit dem Regierungsbeginn der CDU/ FDP Koalition habe man die Neuverschuldung zurückgeführt und ab 2010 werde man erstmals Schulden zurück zahlen können. Haushaltskonsolidierung und Steuermehreinnahmen hätten jetzt die Möglichkeit eröffnet, den so genannten kommunalen Finanzausgleich zu erhöhen.
Dies führe für den Landkreis Schaumburg und dessen Kommunen in diesem Jahr in der Summe zu etwa 31 Prozent Mehreinnahmen, obwohl man den Verteilungsschlüssel zugunsten flächenmäßig großer Landkreise etwas geändert habe.
Diese, mit Sicht auf die Rentenerhöhung utopisch erscheinende Steigerung von mehr als 30 Prozent sei ein Beweis für die erfolgreiche Arbeit der CDU/FDP geführte Landesregierung. Nach diesem finanzpolitischen Exkurs stellte Runkel dann insbesondere die bildungs -und wirtschaftspolitischen Ziele des Wahlprogramms dar. Man werde weiterhin auf Innovationen und Investitionen setzen. In diesem Zusammenhang wies Runkel auf die anstehenden Investitionen des Landes in die Einrichtungen des Staatsbades Nenndorf hin.
Das Land Niedersachsen stehe zu seiner Verantwortung und werde nach der inzwischen abgeschlossenen Aufwertungsarbeiten der Landgrafentherme nun auch die Rheumaklinik und das Moorbadehaus modernisieren. Davon werde nicht nur die Stadt Bad Nenndorf, sondern auch der ganze Landkreis profitieren. Foto: privat
Elisabeth Wegner, Vorsitzende der Frauen Union Bad Nenndorf überreicht Joachim Runkel nach spannender Diskussion ein kleines Präsent.