HEUERSSEN. Wie soll es jetzt weitergehen? Diese Frage stand im Raum, als sich der Rat der Gemeinde Heuerßen auf seiner Zusammenkunft im Dorfgemeinschaftshaus in Kobbensen anschickte, den Tagesordnungspunkt 6 "Stellungnahme für den Landkreis zum Ausbau der Bundestrasse 65" zu behandeln. Kurz vorher hatte Bürgermeister Frank Stahlhut (SPD) dem Rat die Ablehnung des Bürgerbegehrens der Bürgerinitiative BIB 65 mitgeteilt. In der lebhaften Diskussion prallten die Meinungen zweier politischer Lager aufeinander. Für die Wählergemeinschaft Heuerßen machte Ratsmitglied Hans Bielefeld deutlich, dass seine Fraktion jetzt die Durchführung der ursprünglich vor längerer Zeit beschlossenen Bürgerbefragung einfordern möchte. Wenn das Ergebnis vorliegt, dann sollen die einzelnen Fraktionen ihre Umbaukonzeption vorstellen. Harald Abmeyer (SPD) sah dagegen sofortigen Handlungsbedarf. Die vor drei Jahren gefassten Beschlüsse seien inhaltlich überholt. Der SPD - Politiker wörtlich: "Wir sollten endlich zu Potte kommen." SPD - Fraktionssprecher Karl-Heinz Weikert machte deutlich, dass die SPD die Bürgerbefragung aufheben möchte: "Wir wollen nicht weiter rumeiern." Für Christoph Meier, Fraktionschef der CDU, muss der Rat jetzt Verantwortung übernehmen. Auch er lehnt eine Bürgerbefragung ab, denn bei der letzten Kommunalwahl habe jedes Ratsmitglied klar dargestellt, wie es über die B 65 denke. "Jetzt ist es Aufgabe der Ratsmitglieder, eine demokratische Entscheidung zu treffen," sagte Meier. Um das weitere Vorgehen im Detail abzustimmen, wird sich der Rat schon bald wieder zu einer weiteren Sitzung treffen. Dann beschäftigt sich das Gremium im Wesentlichen mit den Stellungnahmen der Fraktionen zum Ausbau der B 65 und der möglichen Durchführung einer Bürgerbefragung. Foto: privat
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"Wir sollten jetzt endlich zu Potte kommen"
Gemeinderat beschäftigt sich erneut mit Ausbau der B 65
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