RINTELN (km). "Menschen mit Behinderungen brauchen unsere besondere gesellschaftliche und politische Akzeptanz und Unterstützung, um ein möglichst normales Leben führen zu können," befand die FDP-Landtagskandidatin Kathrein Bönsch bei einem Besuch der Werkstätten der Paritätische Gesellschaft Behindertenhilfe GmbH an der Dieselstraße. Neben der Politikerin aus Hameln konnte Betriebsleiter Frank Exner auch die Landtagsabgeordnete Gesine Meißner, Vorsitzende des Ausschusses für Sozial- und Gesundheitswesen, Frauen und Familie sowie den Landtagskandidaten Paul E. Mense begrüßen.
Beim Rundgang durch die Werkstätten zeigten sich die Gäste ebenso von der Infrastruktur wie auch von der vielfältigen Geschäftigkeit beeindruckt. Frank Exner wies dabei aber auch auf die akuten Probleme der Einrichtung hin. Die Werkstätten platzen gleicham aus allen Nähten, weil die personellen Kapazitäten um über 60 Prozent überschritten sind: 120 Arbeitsplätze waren ursprünglich vorgesehen, mittlerweile sind rund 200 Behinderte in dem Betrieb beschäftigt. Deshalb warten die Verantwortlichen sehnlichst auf die Fertigstellung der noch im Bau befindlichen zweiten Werkstatt vis à vis, die die Arbeitsplatz-Zahl auf 240 verdoppeln wird. Allerdings wird sich die Inbetriebnahme der insgesamt 2335 Quadratmeter großen Fläche vermutlich verzögern. Ursprünglich sah die Zeitplanung einen Einzug zum Jahresende vor, was allerdings aufgrund einiger Verzögerungen wohl nicht einzuhalten sein wird. Auch die neue Werkstatt soll 120 Menschen mit Behinderung ein angemessenes Arbeitsumfeld bieten. Die bestehende Werkstatt der PGB in Rinteln ist heute als Lohndienstleister bei Gewerbe- und Dienstleitungsbetrieben anerkannt und in den Tätigkeitsfeldern Metall-, Textilbearbeitung, Montage- und Verpackungsarbeiten sowie im Recycling vielfältig tätig. Und über die wirtschaftliche Zukunft müssen sich die Verantwortlichen keine Sorgen machen: Die Auftragsbücher sind weiterhin voll, und so mancher Kunde in spe musste sogar auf die Zukunft vertröstet werden. Foto: km