AUETAL (tt). Am Ende der Sitzung des Feuerschutzausschusses der Gemeinde Auetal waren sich alle Mitglieder einig, dass noch Informationsbedarf zur Beschaffung von Transportmitteln für Kinder und Jugendliche besteht. Die Diskussion wurde notwendig, weil Auetals Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold einen Antrag zur Beschaffung von drei Mannschaftstransportwagen (MTW) gestellt hat. Der Brandmeister begründet seinen Antrag damit, dass in der Gemeinde zurzeit acht Jugendfeuerwehren und nach Gründung der Kinderfeuerwehr in Rehren insgesamt drei Kinderfeuerwehren im Gemeindegebiet zu betreuen sind. Nach Paragraph 21 der Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und kleiner sind als 1,50 Meter, nur in Fahrzeugen mit vorhandenen Sicherheitsgurten befördert werden. In Zukunft soll grundsätzlich auf Fahrzeuge ohne Sicherheitssysteme verzichtet werden. Die Vorlage für die Ausschussmitglieder war dahingehend geändert worden, dass diese Fahrzeuge nach Absprache auch für die offene Jugendarbeit und die Vereine zur Verfügung gestellt werden. Seitens der Verwaltung wird zunächst auf Richtlinien verzichtet, Fairness, Kollegialität und Kameradschaft bei der Vergabe der Fahrzeuge sollen im Vordergrund stehen. Doch während der Ausschusssitzung kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Feuerwehren die MTW auch für Einsätze nutzen und entsprechend ausrüsten wollen. Sie kämen dann den neuen Abschnitten Ost (Hattendorf, Antendorf, Klein-Holtensen/Wiersen, Schoholtensen/Altenhagen), Mitte (Rehren, Rannenberg, Escher) und West (Rolfshagen, Kathrinhagen, Bernsen) zugute. Bei drei Fahrzeugen (ursprünglich war nur von zwei die Rede) kommen Kosten von rund 60.000 Euro auf die Gemeinde zu, selbst dann, wenn man gebrauchte Fahrzeuge einkauft. Während der Gemeindebrandmeister und sein Stellvertreter Ralf Kopzcinsky die notwendige Investition für sinnvoll halten, weil die Feuerwehren nicht nur eine Pflichtaufgabe der Gemeinde ausüben, sondern sich stark um die Kinder und Jugendlichen kümmern, sehen die Vertreter der Fraktionen eine Entwicklung, die unter Umständen nicht mehr steuerbar ist, wenn sich auch andere Organisationen und Vereine zu Wort melden. So wie Hans-Jürgen Bethge und Andreas Watermann von der SPD-Fraktion wünscht sich auch Friedrich Gärling von der CDU ein schlüssiges Konzept, in das auch die offene Jugendarbeit integriert ist. "Man muß sich auch Gedanken über Alternativen machen", so Gärling, der sich Sorgen über die Finanzierung und die Folgekosten macht. Aus Sicht der CDU sind Zuschüsse für gemietete Fahrzeuge oder gar Taxifahrten billiger als die Anschaffung der MTW. Foto: tt
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Fraktionen fordern Konzept zur Anschaffung von Transportern
Feuerwehr will Nachwuchs sicher befördern / CDU sucht nach Alternativen
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