OTTENSEN (mr). Die Landstraße
L 370 teilt das Dorf in zwei Bereiche. An der Kreuzung zur Landstraße L 449 fordern die Einwohner eine Fußgängerampel, um sich, ihren Kindern und älteren Mitbewohnern einen sicheren Übergang über die L 370, Schaumburger Straße, zu ermöglichen, auf der Auto- und Lastwagenfahrer fast ungebremst durch den Ort rasen.
Der Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner, CDU, machte sich vor Ort ein Bild von dem unzumutbaren Zustand, der seit Jahren bemängelt wird und kündigte an, alles zu tun, um eine Verbesserung der Situation zu erzielen.
Im Vorfeld habe er Gespräche mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln und im Verkehrsministerium geführt, die finanzielle Unterstützung signalisierten. Es sei wohl möglich, eine Dunkelampel oder automatische Ampel zu installieren oder die Straßenbaulast von Querungshilfen zu übernehmen. Hinweisschilder, die im Handlungsspielraum des Landkreises liegen, würden nichts bringen, wiegelten die mehr als 40 Anwohner, die zur Ortsbesichtigung erschienen sind, ab. Auch der Gemeindedirektor Jens Schwedhelm zeigte sich nicht begeistert, dass immer erst mehr passieren müsse, bevor schärfere Mittel eingeleitet würden. Jedoch orientierten sich diese an Verkehrszählungen. Und die am 4. Juli zwischen 9 Uhr und 16 Uhr durchgeführte, sei von der Frequenz noch nicht ausreichend gewesen, um durchgreifendere Maßnahmen einleiten zu können. Andreas Wagner, direkter Anwohner der Kreuzung, beoachtet regelmäßig wie Erwachsene auf die andere Straßenseite laufen, um von der besseren Einsichtseite ihre Kinder sicher über die Straße lotsen zu können. Eine Anliegerin erzählt, dass ihre 12-jährige Tochter und die Freundin sich das "Risiko teilen" und im Wechsel vorgingen. Klaus Meyer, ebenfalls Anwohner der Kreuzung vernimmt mindestens einmal im Monat "knallharte Bremsgeräusche" und wundert sich jedesmal, dass bisher nicht mehr passiert ist als Unfälle mit Sachschäden. Pörtner betonte, dass "Jeder die Gefährlichkeit der Situation" sehe, das leidige Problem die Finanzierung sei. Zusammen mit Schwedhelm und dem Bürgermeister Hans-Otto Blume will er schnellstmöglich erste Ergebnisse erzielen für die Sicherheit der Bewohner, insbesondere der Kinder und älteren Menschen. Foto: mr