1. Mit Schirm, Charme und ohne Melone

    Sängerfest im Blumenwall teilweise von Wolken und Regen getrübt

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    RINTELN (ste). "Schnell, wir müssen wieder hin", wird der Berichterstatter im Blumenwall von einem älteren Paar überholt und Ziel der mittlerweile mit Regenschirmen ausgestatteten Herrschaften war das Sängerfest im Rosengarten. Dort hatten die beiden zuvor bereits den Einführungsgottesdienst mit Pastor Giere genossen und dort wollten sie auch wieder hin, denn das Programm der teilnehmenden Chöre war noch lange nicht vorbei. Die Damen und Herren auf der Bühne zeigten sich nämlich trotz des einsetzenden Regens überhaupt nicht sangesfaul und ließen das Programm wie niedergeschrieben ablaufen: "Und da wollen wir möglichst wenig fehlen", so die beiden im schnellen Schritt und schon waren sie weg.

    Mit jeder Menge Charme und ohne Schirm und Melone begrüßte Friedrich-Wilhelm Hoppe für die Sänger des ausrichtenden Vereins "Vereinigte Chöre Rinteln" die Besucher im Rosengarten zum achten sommerlichen Chorfest "Singender, klingender Rosengarten". Und dann ging es so richtig los. Die Feuerwehrkapelle Möllenbeck ließ ihr Blech klingen und die Chöre gaben auf der Bühne ihr Bestes. Belohnt wurden sie mit der Standhaftigkeit der Besucher, die sich auch von stärker werdendem Regen nicht verdrängen ließen.

    Ein Schirm, zwei Besucher; man rückte zusammen, fand die Situation unter den Schirmen eher anregend und kuschelig und schüttete kurzerhand noch ein Bierchen oder Schnäpschen nach: "Weil‘s gerade so gemütlich ist!"

    Ortsbürgermeister Ullrich Goebel entpuppte sich als wahrer "Schirmherr", schützte die Lautsprecher vor Himmelsnässe und übergab einen Scheck zum "ölen der Stimmen". Während die Lieder im Laufe der Veranstaltung immer bier- und weinlastiger wurden, schunkelten die Besucher beim Weserlied mit ihren Schirmen um die Wette. Passend zum Finale trocknete die anhaltende Sonne dann wieder die Besucher von ihrer äußerlichen Nässe, doch die feuchtfröhliche Stimmung blieb und die Gewissheit, dass man im nächsten Jahr auf alle Fälle wiederkommt.

    Foto: ste

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