Krater Bad Nenndorf
Beliebtes Ausflugziel und nur wenige Fußminuten vom Ortskern entfernt liegen der Krater. Der Krater selbst ist ein Ringwall von etwa 20 m Durchmesser, der aus steilen und ca. 6 m hohen Felswänden gebildet ist. Er entstand aus Kalk, der seit Jahrtausenden von der Bantorfer Höhe des Deisters vom Regenwasser unterirdisch angeschwemmt wird. Eine Tonschicht in der Aueniederung stoppt hier den Zufluss und drückt das Wasser an die Oberfläche. Sobald das kalkführende Wasser mit Luft in Berührung kommt, scheidet es sofort Kalk aus und setzt ihn als Sinter, auch Tuff genannt, ab. So entstand im Laufe der letzten Jahrtausende ein Ringwall aus Kalksinter. Aber der Kalk verstopfte im Laufe der Zeit den Quellweg und das Wasser musste einen neuen Austritt suchen. So bildete sich etwa 25 m östlich des alten Kraters die jetzige Kraterquelle. Sie ist mit Kalksteinen eingefasst, wobei der Durchmesser der Fassung 5,5 m beträgt. Im Mittel schüttet die Kraterquelle ca. 2 Liter Wasser / Sekunde, welches rund 173.000 Liter pro Tag entspricht. Das Wasser der Quelle fließt in die Rodenberger Aue, anschließend über die Westaue in die Leine. Von vielen Besuchern werden Blumen in der Quelle versenkt, die lange ein frisches Aussehen im Wasser bewahren. Da das Wasser frei von Sauerstoff und Schwefelwasserstoff ist, aber reich an gelöstem Kalk und Gips, setzt sich dieser in Form eines puderähnlichen Niederschlages auf den Blumen ab und konserviert sie.
Adresse
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31542 Bad Nenndorf