RODENBERG (pd). Nur von kurzer Dauer war die Zufriedenheit derjenigen Ratsvertreter, die sich im Ausschuss für Jugend, Sport, Heimatpflege und Kultur mit der Empfehlung durchsetzen konnten, die Spielplatz an der Windmühlenstraße wieder herzurichten. Das Votum der Mitglieder von CDU, Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR) und Aktive Demokraten ist schon einen Tag später vom entscheidenden Verwaltungsausschuss (VA) wieder kassiert worden.
Gleich zu Beginn der Aussprache zu diesem Thema sprachen sich Ralf Sassmann von der WGR und Volker Dahle von den Aktiven Demokraten im Fachausschuss dafür aus, den Spielplatz an der Windmühlenstraße mit neuen Spielgeräten zu bestücken und das Areal damit aus dem "Dornröschenschlaf" zu holen. Sassmann argumentierte, dass das Geld dafür schon im Haushalt 2009 eingestellt worden sei. Der Einwurf, 5000 bis 6000 Euro könne man sich für die Herrichtung des Platzes nicht leisten, wollte er nicht gelten lassen. Kritik kam dagegen schon im Fachausschuss von der SPD. Peter Friedrichkeit nannte die Aussprache eine "Phantomdiskussion" weil man eben nicht sagen könne, ob der Spielplatz im Zuge der Bauarbeiten im Bereich Tor/Allee nicht dringend für die Lagerung von Baumaterial gebraucht werden würde. Gerd Grädener von der WGR erinnerte an einen bestehenden VA-Beschluss mit dem Inhalt, dass dies vermieden werden solle.
Wie Hans-Dieter Brand von der SPD wollte auch Parteigenosse Ratsherr Wilhelm Hartmann die Diskussion über die Zukunft des Spielplatzes "in aller Ruhe" führen. Er habe noch keine Beschwerden gehört, seit der Platz dicht sei. Ignaz Stegmiller von der FDP brachte wie Brand das Finanzierungsargument ins Spiel. "Dieses Jahr sieht sehr knapp aus", so der Liberale. Eine Verschiebung des Themas in das Jahr 2011 oder 2012 könne er mittragen. Überhaupt würde eine Neugestaltung des Spielplatzes nur Sinn machen, wenn die Straßenausbauarbeiten erledigt seien. Wer sich jetzt für den Spielplatz ausspreche müsse auch sagen "wo die Bauarbeiter das Material lagern können", forderte Brand.
Nach längerer Diskussion waren die Gegner das Spielplatz-Ausbaus von SPD und FDP bei der Abstimmung dann noch in der Minderheit. Einen Tag später im Verwaltungsausschuss, der die gleichen Mehrheitsverhältnisse wie der Fachausschuss aufweist, gab es dann eine Mehrheit gegen den Ausbau. Dagegen können sich die Kinder im Einzugsgebiet der Mithoffstraße freuen. Der Fachausschuss stimmte dafür, diesen Platz mit neuen Spielgeräten aufzuwerten. Die Spielgeräte werden auf die Bedürfnisse von Kleinkindern zugeschnitten sein.