1. Staunen zwischen "Geldkatzen" und "echten Schätzchen"

    Dichtes Gedränge beim Bauernmarkt am Sonntag / Groß und Klein kommen auf ihre Kosten / Mitmachaktionen

    Dieser Eintrag wird bereitsgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    BAD NENNDORF (jl). Das Wetter lässt sich bekanntlich nicht beeinflussen. Und so überrollte die Besucherwelle den Bauernmarkt erst am Sonntag – dafür aber umso heftiger. Nachmittags staute sich der Verkehr bis zur Allee/B 442 zurück.

    "In der ersten Stunde waren heute so viele da wie gestern am ganzen Tag", staunte Volker August aus Riepen in der Wandelhalle. Gemeinsam mit Sophie Mensching (Ottensen) und Lina Schröder (Ohndorf) hatte er wieder eine bunte Trachtenausstellung mit Anzügen von der Taufe bis zur Trauerfeier organisiert. Das Highlight: Eine Tafel mit einer 15 Meter langen handgewebten Leinendecke und einem Originalgedeck für 50 Personen. Drumherum standen die Bad Nenndorfer Serviererinnen, erkennbar an der weißen Schürze. Filigran ging es bei Renate Gewers von der Trachtengruppe Meinsen-Warber zu: Sie strickte "Geldkatzen" für Münzen, Scheine und auch Karten. Zweimal hinschauen mussten die Besucher bei den Pferdefiguren der "Ross und Reiter"-Ausstellung, die täuschend echt wirkten. Draußen stöberten die Gäste zwischen Pelzen, Türkränzen und Igeln aus Baumrinde. Probierten sich durch Heideschinken im Roggenbrötchen, Flammlachs und Apfelsorten. Der Renner unter dem knackigen Obst: Wellant dank eines intensiven Aromas. Süßer Kuchenduft lag in der Luft, Kinder jauchzten mit Rollo und seinem Hund "Bobby" und bekamen große Augen bei den Ponys, Eseln, Lamas und Kamerunschafen. "Die fühlen sich richtig weich an", freuten sich die Brüder Finn (8) und Milian (5) über letztere. Für gezückte Kameras sorgte die vorbeiwatschelnde "Gänsekapelle". Aus dem Staunen kamen auch die Zwillinge Magdalena und Anabell nicht mehr heraus. Bei den Zweijährigen lag es aber am alten Unimoc, hinter dessen Lenkrad sie saßen und der wie 35 andere Oldtimer in der Fußgängerzone parkte. Als "echtes Schätzchen" machte Mechaniker Emanuel Tobschirbel (Treckerclub Samtgemeinde Nenndorf) den gegenüber stehenden roten Porsche-Diesel Master von 1962 aus – eines von nur 49 weltweit gebauten Modellen. Mit einem winterharten Purpurglöckchen ging Erika Schomburg nach Hause –"für meinen Balkon", wie sie strahlend verriet. Countryklänge wehten mit den "Eighteen Wheeler" herüber. Manch einer ließ sich zu "Tom Tom Turnaround" nicht nur zum Mitsingen hinreißen, sondern auch zum Mittanzen. Foto: jl

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an