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Die Türken stehen vor Wien

Im 17. Jahrhundert versuchten die Türken ihre Macht auszudehnen. Dabei waren für Sultan Mehmed IV. besonders die nahe gelegenen Staaten Europas ein verlockendes Ziel.
Als sich der polnische König Johann III. Sobieski durch Heirat mit dem österreichischen Königshaus verband, wurde auch Polen zum Angriffsziel der Türken. Die osmanischen Truppen besetzten schnell große Teile Südpolens. Unter Sobieski gelang es den Polen jedoch die Türken 1673 bei Chocim zu besiegen. Doch blieb der Balkan das Aufmarschgebiet der Osmanen.
Am 14. Juli 1683 stand ein riesiges Heer der Osmanen vor den Toren Wiens. Der österreichische Kaiser Leopold I. war bereits aus Wien geflohen und bat um die Hilfe des polnischen Königs. Dieser ritt sogleich mit seinen Soldaten Richtung Wien. Auf dem Weg vereinte er sich mit kaiserlichen Truppen, sowie Einheiten aus Sachsen und Bayern.
Am 12. September 1683 griffen die alliierten Truppen das Osmanische Heer an. Es war die größte Reiterschlacht in der Geschichte, in der mehr als 76 000 alliierte Soldaten gegen 200000 Türken kämpften. Nachdem der erste Angriff fehlgeschlagen war, ordnete Sobieski den Rückzug an. Die Osmanen glaubten an eine panische Flucht und setzten den polnischen Truppen nach. Da sie dabei jedoch ihre Kampfreihen auflösten, würden sie zu leichten Opfern für die polnischen Reiter. Nach einigen Stunden war die Schlacht gewonnen und Wien war befreit.
Kara Mustafa, der Anführer des osmanischen Heeres war jedoch bereits nach Belgrad geflohen. Dort wurde er wegen der verlorenen Schlacht von seinem eigenen Hof verurteilt und hingerichtet.


Christoph Bauer | redaktion@marktplatz-schaumburg.de

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