"Beam me up, Scotty" - bald Wirklichkeit?
"Beam me up, Scotty". Allen Star-Trek Fans ist dieser Satz nur allzu gut bekannt. Doch auch Laien werden wissen, worum es hierbei geht. Nämlich um die fantastische Technologie des Beamens. Wer hat nicht selbst schon einmal daran gedacht, sich einfach in einen solchen Teleporter zu stellen, einen Knopf zu drücken und am gewünschten Ort zustehen? Was könnte man nicht alles lösen! Kein Hektik mehr: Einfach Knopf drücken und „schwupps“ ist man am Ziel. Keine unzugänglichen Gebiete: Möchte man einmal hinter die Mauern von Fort Knox gucken oder auf die schnelle bei der Fussball Weltmeisterschaft ein Spiel anschauen – in jeglicher Situation wäre die Möglichkeit zu beamen einfach total praktisch! Leider, wird jetzt jeder denken, ist das alles nur ein Traum. Ich sage: Es ist zwar noch nicht Realität, aber das könnte es in Zukunft werden!
Den Anfang haben vor kurzem Wissenschaftler der Australian National University (ANU) in Canberra gemacht. Sie übertrugen eine aus Lichtquanten bestehende Nachricht innerhalb eines Laserstrahls und bauten sie einen Meter entfernt identisch wieder auf. Die Lichtquanten, also optische Signale, wurden durch ein optisches Kommunikationssystem Atom für Atom analysiert, in einen Laserstrahl umgewandelt und an der Gegenstelle durch einen weiteren Wandler wieder in ihre ursprüngliche Form der Lichtquanten zusammengebaut. Dem Leiter des Teams, einem chinesisch-australischen Physiker, zufolge, ist ihr System der Star-Trek Technologie gleichzusetzen. Ferner ließ er das „enorme Potenzial“ ihrer Technologie zum Vorschein kommen. So ließen sich allein in der Computer- und Kommunikationstechnologie gigantische Fortschritte bewältigen. Eine drastische verbesserte Geschwindigkeit wäre nur ein Aspekt. Auch in der Chiffrierungstechnik für Banken und Regierungen öffneten sich ungeahnte Perspektiven.
Der Vorstellung, einen Menschen zu teletransportieren, mussten sie jedoch vorerst eine Abfuhr geben. Allerdings, so das Team, ist es nur eine Frage der Zeit, wann eine Maschine die Billionen Atome des Menschen korrekt verarbeiten kann. Dann aber seien auf Basis der jetzigen Technologie theoretisch auch solche Vorgänge möglich.
Philipp Sittaro | redaktion@marktplatz-schaumburg.de
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