Der junge Pharao Tutanchamun
Tutanchamun (oder Tutenchamun; es gibt verschiedene Schreibweisen) war der 12. Pharao der 18. altägyptischen Dynastie und lebte von ca. 1356 v. Chr. bis 1338 v. Chr. Er war der Sohn des Pharaos Echnaton und der königlichen Prinzessin Kija und hieß eigentlich Tutanchaton. Als Echnaton den Thron bestieg, war er von der Idee besessen, nur einen einzigen Gott zu verehren, nämlich den Sonnengott Aton. Aus diesem Grund nannte er sich fortan nicht mehr Amenophis, sondern änderte seinem Gott zu Ehren seinen Pharaonennamen zu Echn-Aton. Außerdem verlegte er seine Residenz von Theben in die neu erbaute Stadt Achetaton („Horizont der Sonnenscheibe“). Im Alter von neun Jahren wurde Tutanchaton dann der neue Pharao über das nun vereinigte Ägypten, da sein Vater früh starb und er der einzige männliche Thronerbe war. Durch seinen Berater, den Wesir Eje, angeregt, führte er wieder den Polytheismus ein, allen voran den Gott Amun, da sich das Volk nicht mit nur einem Gott abfinden konnte. Daraufhin änderte er auch seinen Namen in Tutanchamun und der Hauptsitz war wieder in Theben, wo neue Tempel für die Götter erbaut wurden. Tutanchamun starb mit nur 19 Jahren, höchstwahrscheinlich durch einen Keulenschlag auf den Hinterkopf. Es wird vermutet, dass bei der Ermordung sein Berater Eje die Finger im Spiel hatte, da dieser immer weniger Einfluss auf den erwachsenen Pharao nehmen konnte. In aller Welt berühmt wurde Tutanchamun aber nicht durch seine Taten, sondern durch die sagenhaften Schätze, die man in seiner letzten Ruhestätte im Tal der Könige fand. Die Grabkammern waren sogar von Räubern nahezu unberührt geblieben, so dass die meisten Gegenstände noch vorhanden sind. Der Sarg zum Beispiel ist aus purem Gold und umgeben von zahlreichen Edelsteinen und weiterem Schmuck. Nahezu sämtliche Schätze befinden sich heute im ägyptischen Museum in Kairo, nur wenige Objekte sind im Metropolitan Museum in New York.
Manuel Niemann | redaktion@marktplatz-schaumburg.de
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