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Jassir Arafat wird Vorsitzender der PLO

Am 3. Februar 1969 wurde der Chef der größten Palästinensischen Widerstandsorganisation Al-Fatah, auf einer Sitzung des Palästinensischen Nationalkongresses zum Vorsitzenden der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) gewählt.
In einer Erklärung wies Jassir Arafat die Möglichkeit einer friedlichen Koexistenz mit Israel zurück und propagandierte, den bewaffneten Kampf zur Befreiung Palästinas. Bereits 1967, nach der arabischen Niederlage im Krieg gegen Israel, waren die Befreiungsorganisationen mehr und mehr zum Guerilla-Krieg übergegangen. Seit 1968 waren die Widerstandsorganisationen in der PLO vertreten, und diese übernahm ihre politische Linie des bewaffneten Widerstandes. Am 18. Februar 1968 wurde ein gemeinsames militärisches Oberkommando gebildet, dem alle Widerstandsorganisationen unterstanden, mit Ausnahme der „Volksfront für die Befreiung Palästinas“, die sich aufgrund von zu wenig Mandaten weigerte.
Unter Arafat wurde die PLO zu einer wichtigen Organisation, die weltweit anerkannt wurde und 1974 sogar den Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen erhielt, nachdem Arafat offiziell dem Terrorismus abgeschworen hatte.1988 rief er den unabhängigen Staat Palästina aus, gründete die Palästinensische Exilregierung und erkannte somit faktisch den Staat Israel an. 1989 distanzierte er sich von der PLO-Charta von 1964, die die Vernichtung Israels zum Ziel hatte.
1994 erhielt Arafat zusammen mit Yitzhak Rabin und Shimon Peres den Friedensnobelpreis für den Abschluss eines Abkommens über die Teilautonomie im Gaza-Streifen.


Christoph Bauer | redaktion@marktplatz-schaumburg.de

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