Den Schnee gegen Sand oder Gras eintauschen
Mit dem Snowboard eisige und schneebedeckte Hänge hinunter zu rauschen ist nichts Besonderes mehr. Der ehemalige Trendsport entwickelte sich in den vergangenen Jahren rasant zu einem populären Massentrend. Diesen Weg haben zwei Sportarten noch vor sich, die aber im Snowboarden ihren großen Bruder haben. Einfach ausgedrückt könnte man sagen : Snowboarden ohne Schnee. Die Rede ist vom Sandboarding und Grassboarding.
Bereits 1985 hatten einige Leute die Idee, den Schnee einfach gegen Sand einzutauschen. Dafür gab es keinen besonderen Grund, man war einfach auf der Suche nach neuen, interessanten und vor allem spektakulären Abfahrten. Fündig wurden die Sandboard-Pioniere dann in der Nähe von Nürnberg. Dort steht der "Monte Kaolino", ein 110 Meter hoher und 45 Grad steiler künstlicher Berg aus Quarzsand. Heute befindet sich dort an dieser 220 Meter langen Piste sogar ein stationärer Lift. Im Laufe der Zeit kristallisierten sich aus dem anfänglichen einfachen "Berghinunterfahren" mehrere Disziplinen heraus. Es werden Wettbewerbe im Duell-Sandslalom, im Sandboardcross und im Speedcontest veranstaltet. Bis zu 70 km/h werden dort erreicht, weshalb Schutzkleidung dringend empfohlen wird.
Wie beim Sandboarding ist Deutschland auch beim Grassboarding der Trendsetter. Auch hier gibt es mittlerweile einige verschiedene Arten : Free-Riding am Grashang, Speedfahren und Freestyleboarden. Anders als beim Sandboarding gibt es hier schon mehrere Grassboardhänge mit Lift. Unter anderem in Ischgl (Österreich), Laax (Schweiz), Waldsassen (Oberpfalz), Winterberg (Sauerland) und Unterkirnach (Schwarzwald). Je nach Bedarf und Geschmack kann man das Grassboard mit oder ohne Bindung fahren. Bei Geschwindigkeiten bis zu 70 km/h ist Schutzkleidung allerdings ein Muss.
Jörg Nielaczny | redaktion@marktplatz-schaumburg.de
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