1. Auf dem Weg in den Violinen-Olymp

    Ausnahmegeigerin spielt als Solistin mit dem Göttinger Symphonie Orchester

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    RINTELN (ste). Louise Katharina Wehr ist gerade erst 23 Jahre jung, mehrfach preisgekrönte Violinistin und sie war quasi der "Stargast" beim Symphoniekonzert des Kulturring in der St. Nikolai-Kirche, zu dem Dirigent Wolfgang Westphal wieder einmal das Göttinger Symphonie Orchester gewinnen konnte. Mit drei Jahren erhielt sie ihren ersten Unterricht an der Geige, bereits im zarten Alter von zehn Jahren wirkte Louise Wehr als Solistin bei Kinderkonzerten mit. Sie studierte als musikalisch Hochbegabte mit 14 an der Musikhochschule Hannover und startete 2014 ihr Vollstudium in der Geigenklasse von Prof. Wegrzyn. Als Wolfgang Westphal hörte, dass er sie als Solistin für ein Konzert in der Kirche haben könnte, war er kaum zu halten. Und Louise Wehr wurde ihrer Rolle als Star gerecht. Sie schien eins zu sein mit ihrer Violine von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1723, entlockte ihr tiefe und hohe Töne, ihr Vibrato war selbst bei leisen Tönen noch ein Ohrenschmaus und eine Gänsehaus jagte die andere beim Zuhören ihrer Musik. Die Göttinger Symphoniker, selbst alles hochprofessionelle Vollblutmusiker, nahmen sich in den Solistenpassagen geschickt zurück, so dass Louise Wehr prächtig zur Geltung kam. Im ersten Teil des Programms hatte Wolfgang Westphal Ludwig van Beethoven mit seinem Konzert für Violine und Orchester angesetzt und nach der Pause überzeugten die Musikerinnen und Musiker mit Johannes Brahms "Symphonie Nr. 1 c-moll". Gefördert wurde das Konzert von der Sparkasse Schaumburg und der Firma Stüken. Was allerdings auffiel: Obwohl mit Louise Wehr ein junge und hochtalentierte Musikerin in die Kirche kam, folgte ihr als Publikum eher die Generation Ü-50. Dabei fanden Hamburger Medienstudenten in einer Befragung heraus, dass etwa jeder sechste junge Erwachsene klassische Musik mag und auch hört. Wie man diese Fraktion bei einem solchen Konzert als Zuhörer in die Kirche bekommt, das stand allerdings nicht in der Studie der Studenten.Foto: ste

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