RINTELN (ste). Die Frage, ob drei Geschosse eines zuviel für das neugeplante Senioren- und Pflegeheim an der Graf-Adolf-Straße/Dauestraße sind, entzweite den Rintelner Ortsrat. Während Dr. Gert Armin Neuhäuser (WGS) der Argumentation des Planungsbüro Reinold zur Änderung des Bebauungsplans nicht folgen wollte, votierte der Rest des Ortsrates für die Änderung. Stein des Anstoßes war für Dr. Neuhäuser die Frage, was denn am Ende zähle: Die reine Bauhöhe, oder die Anzahl der Geschosse. Hintergrund ist, dass die Firma IMMAC Wohnbau GmbH aus Hamburg ein dreigeschossiges Senioren- und Pflegeheim mit 125 Betten auf dem Gelände der ehemaligen Zimmerei Requardt plant und dafür der B-Plan für das Gebiet geändert werden muss. Und die IMMAC machte als Investor auch deutlich, dass es die Baumaßnahme an dieser Stelle nur im Zusammenhang mit einem weiteren Seniorenwohnprojekt an der Klosterstraße geben werde. Dort will IMMAC die Gebäude von Schaumburger Zeitung und TEDI abreißen und 37 Wohneinheiten bauen, ein Teil davon für Betreutes Wohnen. Für die Graf-Adolf-Straße haben die Projektplaner bereits Gutachten über den Artenschutz und die Hochwassersituation anfertigen lassen. Das für die Gebäude im Hochwassergebiet aufgeschüttete Volumen könne auf dem eigenen Grundstück wieder abgetragen werden, so dass es keiner außenliegenden Retentionsflächen bedarf. Allerdings sind in den Planungen nur 15 Stellplätze für Personal und Besucher vorgesehen. Das entspreche den gesetzlichen Vorgaben, so die Planer: "Man sollte auch den Ansturm der Besucher außerhalb der Weihnachtszeit nicht überbewerten", hieß es aus den Reihen der Planer. Foto: ste
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Drei Geschosse sind eines zuviel
Widerstand zur geplanten Größe
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