1. Mehr als 2.000 Amphibien werden sicher zum Laichgewässer gebracht

    NABU betreut vier Amphibienschutzzäune / Viele heimische Kröten und Molche gerettet

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    RINTELN (ste). Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr erwachen auch die sonst eher unauffälligen wechselwarmen Amphibien aus ihrem Winterschlaf und treten ihre Wanderung zu den Laichgewässern an. Dies war in diesem Jahr bereits Anfang März der Fall, sodass Ehrenamtliche des NABU Rinteln mit Spaten die Zäune und Eimer an den Standorten installierten. Viele freiwillige Helfer beteiligten sich und sammelten jeden Morgen die Zäune ab, trugen die Amphibien zum Gewässer und notierten die einzelnen Arten, um die Sammelzahlen schriftlich festzuhalten. An der Arensburg wurden neben mehr als 200 Erdkröten auch über 700 Berg-, Faden-, Kamm- und Teichmolche gerettet und zu den Hexenteichen gebracht. "Mit fast 1.000 Amphibien hat sich die Zahl gegenüber 2017 fast vervierfacht", freut sich Kathy Büscher. Ob es wohl daran liegt, dass im vergangenen Jahr aufgrund der Sanierungsmaßnahmen die komplette Straße gesperrt war? "Schwankungen von Jahr zu Jahr sind normal, diese ist aber ungewöhnlich hoch", ergänzt sie. Schwankungen in die andere Richtung gab es jedoch am Standort Möllenbeck. Die Zahlen gingen von 1.500 Tieren auf etwas unter 1.000 Amphibien zurück, darunter 776 Erdkröten und etwa 200 Molche, Salamander und Frösche, die von den ehrenamtlichen Naturschützern zu den nahen gelegenen Teichen gebracht wurden. Am Waldkater blieben die Zahlen mit etwas unter 200 kartierten Erdkröten und Molchen stabil. Die erstmals aufgestellte Barriere an der B 83 in Steinbergen hinderte 46 Amphibien beim Überqueren der stark befahrenen Straße. "Insgesamt haben wir in diesem Jahr 2.168 Tiere zu ihrem Laichgewässer gebracht", erklärt die Naturschützerin. Wie in den Jahren zuvor ist die Erdkröte mit knapp der Hälfte der kartierten Amphibien am Stärksten vertreten, die vier verschiedenen Molcharten sowie Feuersalamander und Frösche machen zusammen die andere Hälfte aus. Foto: privat

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