1. Ist das noch gut, oder kann das weg?

    "Kunst am Bau" der ehemaligen Prince-Rupert-School soll verschrottet werden / Entscheidung fällt am 4. Juni

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    RINTELN (ste). 1972 wurde nach Schließung der Prince-Rupert-School in Wilhelmshaven die Schule in Rinteln eröffnet und dort hatten bis zu 800 Schülerinnen und Schüler britischer Soldaten die Möglichkeit, sich unterrichten zu lassen. Für 200 gab es sogar Internatsplätze. Im Juli 2014 verließen die letzten Lehrkräfte die Institution und die Schule wurde in einem guten Zustand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz BImA, übergeben. Bis 2015 standen die Gebäude leer, dann kamen die Flüchtlinge und die Schule konnte sinnvoll genutzt werden. Es war ja alles da und funktionierte. Jetzt steht sie wieder leer, Nachnutzung ist nicht in Sicht. Am Eingang gibt es ein "Kunst am Bau"-Objekt des Künstlers Georg Schmidt-Westerstede, das aus Beton und Einlagen aus Glasmosaik gefertigt wurde. Jetzt wurde dieses Kunstobjekt der Stadt Rinteln angeboten, quasi zum Nulltarif, denn die BImA würde die Umsetzung koordinieren und begleiten, die Kosten übernehmen, die Kosten für die Vorbereitung des künftigen Standort begleichen und die Stadt müsste lediglich die Unterhaltskosten für die künstlerische Dauerleihgabe zahlen. Auch einen Grafitischutzanstrich zahlt die BImA noch. Die Verwaltung fragte bei der BImA nach, was passiere, wenn die Stadt Rinteln selbst kein Interesse an dem Kunstwerk habe: "Abriss", so die Antwort. Der Ortsrat Rinteln soll nun auf seiner Sitzung am 4. Juni entscheiden, ob er dem Beschlussvorschlag der Verwaltung folgt und das Kunstobjekt ablehnt und damit der Zerstörung preisgibt. Auch muss der Ortsrat darüber entscheiden, ob die ehemalige BMX-Bahn am Heinekamp reaktiviert werden kann. Dort gab es zu den Glanzzeiten des BMX-Radfahrens jede Menge Radsportler, die die Anlage nutzten und auch Wettbewerbe. Jetzt könnte die Anlage für Mountainbiker interessant gestaltet werden. Dazu will die Verwaltung jedoch erst einmal eine Projektskizze abwarten und verbindliche Aussagen zur Pflege und Instandhaltung haben.Foto: ste

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