RINTELN (ste). Die Bürgerreaktionen im Saal waren jedenfalls eindeutig: "Die stecken sich die Taschen voll!" Doch ist die Änderung der Entschädigungssatzung für Ratsmitglieder, Ehrenbeamte und sonst ehrenamtlich Tätige wirklich der "große Schluck aus der Pulle", oder nur eine überfällige Anpassung auf das Niveau anderer Städte. Christoph Ochs von den Grünen sah die Anpassung als unnötig und nicht zu Ende gedacht und lehnte sie ab. 25.000 Euro pro Jahr, somit 125.000 Euro in einer Wahlperiode, seien ein zu hoher Mehraufwand. Der Rat ließ sich dadurch nicht beeindrucken und stimmte mehrheitlich für die Satzung, vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen gab es. Hier einmal ein Beispiel für eine Aufwandsentschädigung. Jede Ratsfrau und jeder Ratsherr erhält jetzt statt 63 Euro pro Monat 75 Euro Entschädigung, Fraktionsvorsitzende bekommen noch 105 Euro extra. Wer zugleich noch Ortsbürgermeister/in ist, erhält weitere 140 statt vorher 128 Euro und pro Sitzung des Rates oder Ortsrates gibt es 25 (statt 20) obendrauf. So richtig "Taschen vollstecken" ist das nicht wenn man bedenkt, dass insbesondere Ratssitzungen auch locker mal drei Stunden und mehr dauern können.
-
Stecken "...die sich die Taschen voll"?
Rat votiert für angepasste Entschädigungen / Vier Gegenstimmen
Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum