RINTELN (ste). Warum der Landkreis Schaumburg neben Osnabrück und dem Emsland als einer von drei Landkreisen bislang mit seinem ÖPNV nicht in den Verbund des Niedersachsen Ticket eingebunden ist, das konnte man im Rintelner Rat nicht verstehen und will dagegen angehen. Der Rat beauftragte die Verwaltung, mit dem Kreis Schaumburg Kontakt aufzunehmen, damit künftig das Ticket nicht am Bahnhof endet. Busse würden dann ebenfalls kostenlos mit dem Niedersachsen Ticket genutzt werden können. Verabschiedet wurde im Rat auch eine Zweckvereinbarung über die Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren aus Rinteln, Bückeburg und Rodenberg bei Einsätzen mit Absturzsicherung. Wie wichtig eine solche Sicherung ist zeigte jetzt erst ein Einsatz bei einem Hochregallager in einer Rintelner Firma, als Einsatzkräfte gesichert werden mussten. In Rinteln will man durch eine Anhebung der Vergnügungssteuer bei Spielgeräten auf 20 Prozent auch die "Zockerhöllen" eindämmen. Anthony Lee von der CDU sah dabei sogar noch Luft nach oben: "In Süddeutschland ist man in vielen Gemeinden schon auf 25 Prozent!" Das sei weniger eine Frage der Erhöhung der städtischen Einnahmen, sondern vielmehr eine Präventionsmaßnahme gegen Spielsucht. Untersützt wurde er dabei von allen Ratsmitgliedern und Christoph Ochs von den Grünen forderte -wie Lee- sich schon bald über die nächste Erhöhung Gedanken zu machen. Teurer wird nach Beschluss des Rates auch die Betreuung von Grundschulkindern in den Ferien. Mehrheitliche Zustimmung fand auch der Beschlussvorschlag der Verwaltung, die Fördermittel für das "Mehrgenerationenhaus" für ein weiteres Jahr abzurufen, die Stelle der Koordinatorin "50+" zu verstetigen und die Stelle des Stadtjugendpflegers zu entfristen und auf eine Vollzeitstelle anzuheben. Foto: ste
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Das Niedersachsen-Ticket darf an den Bahnhöfen nicht enden
Verwaltung will sich beim Landkreis für Einbindung des ÖPNV einsetzen / Vergnügungssteuer
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