RINTELN (km). "Im Dunkeln ist gut munkeln": Bei der bereits im 17. Jahrhundert bekannten Redensart geht es im weitesten Sinn um "heimliche Machenschaften" - bestenfalls um den diskreten Austausch von Zärtlichkeiten, im prosaischen Bereich aber eher um kriminelle Aktivitäten. Die "dunkle Jahreszeit" ist zumindest für die Polizei immer wieder Anlass, auf von bösen Buben initiierte Gefahren hinzuweisen: Die Ordnungshüter entsenden generell verstärkt Streifen, treffen vorbeugende Maßnahmen und setzen auf intensive Öffentlichkeitsarbeit. Vor Einbrechern haben viele Menschen nach wie vor Angst. Dabei gibt es immer bessere Präventions-Möglichkeiten. In Zusammenarbeit mit heimischen Firmen hatte der Präventionsrat der Stadt Rinteln jetzt zum zweiten Mal eine Ausstellung organisiert, in der mannigfache Sicherheits-Varianten vorgestellt wurden. Bei der Präsentation im ehemaligen Geschäft "Zigarren-Schäfer" am Markplatz gaben sich drei Tage lang interessierte Haus- und Wohnungsbesitzer die Klinke in die Hand und ließen sich unter anderem von den Firmen "Comp-Pro" und Eisen-Niemeyer, der Tischlerei Hoppe sowie der Polizei über allgemeine und spezifische Sicherheits-Prophylaxe instruieren. Über die Folgen von Einbrüchen informierten Mitarbeiter des "Weissen Ring", eine Organisation, die sich um die Opfer derartiger Straftaten kümmert. Besonders deutlich wurde, wie günstig sich zum Beispiel das Aufrüsten mit Sicherheitsfenstern- oder Türen auswirken kann. Die meisten Einbrecher, so die Polizei, gäben ihr Vorhaben im Durchschnitt bereits nach drei Minuten auf, wenn sie es mit besonders resistentem Material konfrontiert sähen. Neben robusten Fenstern, Türen und Schlössern fanden vor allem innovative Hightech-Produkte die Aufmerksamkeit der Besucher. Für Interessierte nicht zuletzt wichtig: Die Kosten für die vorgestellten Sicherheitsmaßnahmen werden mit bis zu 15 Prozent von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) subventioniert. Komplett kostenlos indessen waren die Tipps, die heimische Polizeibeamte an ihrem Stand bei der Ausstellung vermittelten. Wenn etwa eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück unbeleuchtet seien, signalisiere das aufmerksamen Spitzbuben, dass möglicherweise niemand zuhause sei - ebenso in dem Fall, da alle Jalousien herunter gelassen seien oder der Briefkasten überquelle. Gegebenenfalls, empfehlen die Ordnungshüter, sollten Lampen mit Zeitschaltuhren und Außenbeleuchtungen genutzt werden. Fenster, Balkon- oder Terrassen-Türen sollten auf keinen Fall offen oder auf "kipp" stehen und auch von offenen Garagen wird dringend abgeraten. Foto: km
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Praktische Tipps gegen ungebetene Gäste
Präventionsrat organisiert Ausstellung zum Thema Sicherheit / "Weißer Ring" informiert
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