1. Mit lyrischen Klängen und vielen interessanten Informationen

    Essen mit Kultur: Heimatbund feierte den "Schaumburger Abend" mit zahlreichen Gästen

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    RINTELN (km). Rund 80 Gäste konnte Vorsitzender Dr. Reinhard Kniewske jetzt zum traditionellen "Schaumburger Abend" begrüßen - erstmals seit acht Jahren nicht auf der Schaumburg, sondern im Ratskellers. Die Zusammenkunft bildete einmal mehr den geselligen Höhepunkt in einem ereignisreichen Jahr des Heimatbundes Grafschaft Schaumburg. Bevor den Gästen ein leckeres Menü nach Wahl serviert wurde, erfüllte sich der Gewölbekeller zunächst mit lyrischen Klängen: Harfenistin Jenny Meyer intonierte die Konzert-Etüde des belgischen Komponisten und Harfenisten Alphonse Hasselmanns "La Source" (die Quelle). Das Publikum zeigte sich sichtbar beeindruckt nicht nur von der poetisch "perlenden" Musik, sondern auch von der kunstvollen Darbietung der Interpretin, die bereits mehrfach auch international ausgezeichnet wurde. Im Anschluss wartete Carsten Reuß, Direktor des Preußen-Museums in Minden, mit einem kurzweiligen Vortrag über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Port Westfalica auf. Das 88 Meter hohe Monument war nach fünfjähriger Umbauzeit erst im Juli wieder eröffnet worden und verfügt jetzt über einen Ausstellungsraum und ein Restaurant in der Ringterrasse. Erstmals eingeweiht worden war das Denkmal am 18. Oktober 1896 - im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria im Rahmen einer Feier, an der fast 20.000 Menschen teilgenommen haben sollen. Mit dieser Information konnte auch gleich das erste von zahlreichen Missverständnissen geklärt werden: Mit Kaiser Wilhelm ist natürlich Wilhelm I. (1797 bis 1888) gemeint, der Großvater des zweiten Wilhelms (1859 bis 1941). Was für den Carsten Preuß indessen gar nicht geht, schilderte der Historiker anhand eines Beispiels aus einem sich nähernden Zuges. Als das Denkmal in Sichtweite kommt, sagt einer: "Kiek mal, det Hermans-Denkmal!" Klärte Reuß die Unwissenden auf: "Det is der Wilhelm, der den Hermann macht!" - Zum Abschluss des gemütlichen Beisammenseins wies der heimische Museumsleiter Dr. Stefan Meyer die Gäste noch auf ein besonderes Ereignis hin: Am dritten Oktober wird in der Eulenburg eine neue Sonderausstellung eröffnet. Bis zum 28. April nächsten Jahres stehen "Kleine Giganten. Insekten, Spinnen & Co" im Blickpunkt - in mehr als 30 Terrarien. Zu sehen gibt es riesige Käfer, spektakuläre Spinnen und Gottesanbeterinnen oder "Saftkugler" und Ameisen in Aktion. Foto: km

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