1. Auf den Pfaden der Extrembotanik unterwegs

    Große Pflanzenvielfalt am Bahnhof entdeckt / Blauflügelige Ödlandschrecke entdeckt

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    RINTELN (ste). Der Hochsommer ist daund mit ihm stehen viele Pflanzen in voller Blüte. Unter der Leitung von Dr. Eckhard Marx fanden sich Pflanzenfreunde am Natur- und Umweltschutzzentrum (NUZ) in der Nordstadt ein, um auf eine botanische Entdeckungstour zu gehen. Der Vorgarten war die erste Station. Vor einigen Jahren war er umgebrochen worden, um Blühmischungen auszusähen. Das Ergebnis kann sich, abgesehen von einigen Neophyten, die sich eingeschlichen hatten, sehen lassen. Mehr als 50 verschiedene Pflanzenarten wachsen dort und bieten durch ihr reichhaltiges Samenangebot Abwechslung auf dem Speiseplan von Stieglitz und anderen samenfressenden Singvögeln. "Hier blüht eine Luzerne", erläutert Marx und zeigt auf eine lilafarbene, unscheinbare Blüte. Im Anschluss ging es für die Gruppe zum Bahnhof. Ganz im Gegensatz zur Flora des NUZ wachsen am Bahnhof überwiegend Pflanzen, die sich auf trockene und nährstoffarme Böden spezialisiert haben. Rainfarn, Habichtskraut und der blau blühende Natternkopf sind hier zu finden. "Hier wachsen auch verschiedene Flechten, die sehr selten sind", erklärt Marx und zeigt auf kleine, sich flächig ausgebreitete Pflanzen. Plötzlich hüpft zwischen den großen Steinen im Gleisbett ein Insekt hervor, welches sich zur Überraschung der Naturschützer als Blauflügelige Ödlandschrecke entpuppte, die zu den gefährdeten Rote-Liste-Arten gehört und wie die hier wachsenden Pflanzen trockene Standorte bevorzugt. Foto: privat

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