RINTELN (km). Eine nachgerade kuriose Erkenntnis offenbart sich in diesen Tagen Per-Pedes-Passanten in der Kreuzstraße: Sackgassen gibt es offenbar auch für Fußgänger. Wer sich auf der Nordseite in westlicher Richtung der Kreuzung zur Bäckerstraße nähert, muss diese Tatsache aus kürzerer Distanz zunächst optisch gewärtigen: Auf der rechten Seite historische Wohnhäuser, linkerhand ein lückenlos installiertes Mülltonnen-Ensemble - und geradeaus versperrt das üppig wuchernde Grün eines großzügig bemessenen Blumenkübels den Weitermarsch. Und schließlich gibt es für eine einzige Maßgabe keine Alternative: Den Rückzug anzutreten. Es sei denn, man ist zufällig mit einer Machete bewaffnet und bereit, sich - eventuellen ordungsamtlichen Strafmaßnahmen hohnlachend - furchtlos durch das grüne Dickicht zu schlagen. Bei einer Sackgasse (alternativ Stichstraße), lesen wir bei "Wikipedia", handele es sich "um eine für Anliegerverkehr bestimmte Straße, die nur von einem Ende her zugänglich ist". Die Bezeichnung "Sackgasse" sei entstanden, "weil die Straße ähnlich einem Sack nur eine Öffnung hat" - Eingang und Ausgang seien also identisch. Im übertragenen Sinne heißt es weiter, werde die Bezeichnung Sackgasse "umgangssprachlich auch für ausweglose Situationen oder nicht zur gewünschten Lösung führende Bemühungen verwendet". "Ausweglose Situationen" dürfte für den, der über ein Mindestmaß an Flexibilität verfügt, wohl ein wenig dramatisch überzeichnet sein. Man kann ja einfach ein paar Schritte zurück gehen und den "Bügersteig" auf der anderen Straßenseite benutzen. Foto: km
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Eingang und Ausgang sind identisch
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