1. Großes Misstrauen im Rat

    Harte Diskussionen über Bau der IGS / WGS will Feinplanungen abwarten

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    RINTELN (ste). Am Ende war alles sehr eindeutig: Mit einer Gegenstimme wurde der Bebauungsplan "Schulzentrum" geändert, so dass die weiteren Planungen des Kreises für eine neue IGS anlaufen können. Der Weg dahin war jedoch steinig. Während Joachim v. Meien noch versöhnliche Töne anstimmte und für die CDU erläuterte, warum man insbesondere wegen der Verkehrssituation und des zu kleinen Schulhofs im Vorfeld so hart um die Änderung gestritten hatte, ließ Heinrich Sasse von der WGS keinen Zweifel daran, dass er dem Landkreis misstraut: "Ich traue dem Verein nicht von der Wand bis an die Tapete." Hintergrund sei, dass der Landrat ihm in einem Fax 2016 mitgeteilt habe, dass "...eine Kooperation beider Schulen ausdrücklich erwünscht sei. Hierbei soll die organisatorische und pädagogische Selbstständigkeit beiden Schulen jedoch dauerhaft gewahrt werden." Sasse kritisierte, dass der Landrat im Kreistag diese Zusage nicht 1:1 wiederholte. Sasse fürchtete um eine schrittweise Zusammenlegung beider Schulen. Und auch sein WGS-Kollege Dr. Gert Armin Neuhäuser drohte: "Ich male schon mal den Teufel an die Wand: Wenn die Feinplanungen nicht passen, können sie auch abgelehnt werden." Auch Dr. Ralf Kirstan von der FDP hatte Bauchschmerzen bei der Abstimmung: "Den Kompromiss kann ich zwar mittragen, doch der Landkreis ist in dieser Sache wenig konfliktlösend und hat uns wichtige Pläne lange vorenthalten." Alles Quatsch, findet Dieter Horn von der SPD. Er sieht durch CDU/WGS und FDP unnötige Ängste geschürt: "Die IGS hat keine gymnasiale Oberstufe und tritt somit auch nicht in Konkurrenz zum Gymnasium." Durch die Intervention der Mehrheitsfraktion im Rat sei das einzige verbindende Element beider Schulen, ein überdachter Übergang, weggefallen. Die Haltung Rintelns, so auch Astrid Teigeler-Tegtmeier, habe im Kreis ordentlich Wellen geschlagen und eine "Billiglösung", wie von Seiten der WGS propagiert, sei die 24-Millionen-Euro teure IGS allemal nicht.Foto: ste

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