1. Blupp, Blupp und Blupp

    Warum wird ein Hobbyzüchter so stumm wie seine Fische?

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    RINTELN (ste). Die Aquarienfreunde freuen sich immer zu Beginn eines Jahres auf die Zierfischbörse des Aquarienverein "Scalar" und die meisten der Hobbyzüchter sind froh, dass sie einige der überzähligen Fische ihrer Zucht an interessierte andere Hobbyzüchter oder Aquarianer für schmales Geld weitergeben können. Jürgen Adalberts vom ausrichtenden Verein "Scalar" war selbst mit einem Becken voller Black Mollys dabei und machte kein Geheimnis darum, dass die Käufer seiner Fische einen großen Vorteil haben: "Sie wissen, wo die Fische herkommen, wer sie wie gepflegt hat und sollte mal einer eingehen, kommen sie nächstes Jahr bestimmt wieder und sagen mir das!" Doch die durchweg gesunden Fische aus der Zucht von Adalberts sind robust, und das schätzen die Käufer. Die Börsenordnung der Zierfischbörse beschreibt auch genau, was man darf und was nicht. So dürfen nur Tiere und Pflanzen angeboten werden, die in Aquarien gepflegt werden. Samen und Eier müssen aus eigener Nachzucht oder aus einem längeren Bestand stammen und keine rechtlichen Bestimmungen dürfen gegen den Handel sprechen. Darüberhinaus beschreibt die Ordnung: "Die Aquarienbörse dient grundsätzlich keinen erwerbsmäßigen Zwecken!" Auch darf man nicht extra für solche Zierfischbörsen Fische erwerben, um sie dann weiter zu verkaufen. Umso verwunderlicher war es, dass ein "Hobbyzüchter" in der Ausstellung im Gegensatz zu den anderen äußerst auskunftsunfreudig war und seinen Namen auf keinem Fall in der Zeitung lesen wollte. Damit war die Konversation mit diesem Anbieter auch schon erschöpft, er wurde ebenso stumm wie seine Fische: "Blupp, blupp, blupp!" Auch Jürgen Adalberts fand keine Erklärung für ein solch abweisendes Verhalten, zumal die Zierfischbörsen auch immer ein reger Austausch unter den Aquarianern ist und die sich in der Regel freuen, wenn es Interesse an ihren Zuchterfolgen gibt. Ein Schelm also, der Böses bei solchem Verhalten denkt! Foto: ste

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