1. Finde den "Falschen Fuffziger"

    BBS Schüler sollen Blüten von Echtgeld unterscheiden / Fingerspitzengefühl

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    RINTELN (ste). Eigentlich ist ein "Falscher Fuffziger" ja umgangssprachlich eine Person, der man nicht trauen kann. Doch in der Berufsbildenden Schule galt es für die angehenden Kaufleute, "Blüten" von Echtgeld zu unterscheiden. Und das ist manchmal gar nicht so einfach. Kennt man allerdings die wichtigsten Fälschungsmerkmale, dann kann man recht schnell die schlecht kopierten Geldfälschungen erkennen. Für gut gemachte, professionell hergestellte "Blüten", braucht es schon etwas mehr Kenntnis und Fingerspitzengefühl. Denn auch das Ertasten eines Geldscheines bringt erstaunliche Ergebnisse, wie die beiden Experten Michael Lindner und Jens Petersen von der Deutschen Bundesbank aus Hannover mitteilten. Zu Schulungszwecken hatten sie neben vielen gefälschten Scheinen auch jede Menge Informationen für die Doppelstunde in der BBS mitgebracht, darunter auch die Anekdote, dass bei Euroeinführung an einem Kiosk mit einem 300-Euro-Schein eingekauft wurde und der Kioskbesitzer gar nicht bemerkte, dass ein solcher Schein überhaupt nicht im Umlauf ist; er gab 195 Euro Wechselgeld heraus. Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Hologramm, Prägung und Papier sind nur einige Merkmale, die man bei Verdacht auf Fälschung prüfen kann. Zu allen Falsifikaten hatten Lindner und Petersen anschauliche Beispiele, die keine Langeweile aufkommen ließen. Darunter auch der Pizzabäcker, der am Abend seine Einnahmen immer im Ofen lagerte. Blöd nur, dass am nächsten Tag ein Mitarbeiter vor seinem Chef erschien und schon einmal den Ofen anheizte. Die Deutsche Bank sorgt in solchen Fällen bei beschädigten Scheinen unter festgelegten Bedingungen für Ersatz. Mindestens die Hälfte des Geldscheins muss allerdings noch vorhanden sein.Foto: privat

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