1. Patrick Towers und sein Basketball-Projekt

    Vielleicht kommt ja der nächste Michael Jordan aus dem weit entfernten "Ofaakor" in Ghana und heißt Kuuku

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    RINTELN (ste). "Ich habe immer daran geglaubt, dass, wenn man Arbeit investiert, auch die Ergebnisse kommen werden!" Der wohl berühmteste Basketball-Profi Michael Jordan wird auf der Internet-Projektseite "Ballin' Ofaakor" gleich zu Beginn zitiert. "Ofaakor" liegt in Ghana und dort leistet Patrick Towers aus Rinteln derzeit seinen einjährigen Freiwilligendienst ab, und dieser trägt bereits Früchte. Patrick Towers ist 18 Jahre alt und hat die Bequemlichkeit seines Lebens in Rinteln eingetauscht mit der Herausforderung, jungen Menschen in Ghana zu helfen. Er ist selbst begeisterter Basketballer, spielte in der Gruppe der VTR freitags von 18 bis 20 Uhr unter den Trainern Holger Kölling und Uli Frick. In der Kleinstadt "Ofaakor", etwa eine Autostunde entfernt von seinem derzeitigen Wohnort "Kasoa" und eine weitere entfernt von der der Hauptstadt Ghanas, Accra, arbeitet Patrick in einer Schule für lernbehinderte Kinder, der "Campaign for learning disabilities", kurz "CLED". Mit den Kindern übt er Lesen und Schreiben, hilft ihnen mit Zahlen umzugehen und hatte eine Idee: "Ich will Basketball in der Schule wiederbeleben!" Es gab nämlich einen alten, verwahrlosten Platz, der mittlerweile mit Gras durchwuchert und unbespielbar war. Ghana, so musste Patrick feststellen, bietet zwar jede Menge Möglichkeiten zum Fußballspiel, doch nur wenig für Basketball. Doch Patrick hat eine Vision: "Vielleicht kommt ja der nächste Michael Jordan aus Ofaakor", dachte sich der engagierte junge Mann aus Rinteln und fing an, zusammen mit einem weiteren Helfer und rostigen Schaufeln das dürre Gras aus dem Spielfeld zu kratzen: "Es war eine sehr große Fläche mit sehr viel Gras und sehr schlechtem Werkzeug", schreibt Patrick auf der Homepage www.amballbleiben.de. Parallel zu seiner mühseligen Arbeit schickte er eine Bitte an sein Basketballteam der VTR: "In Rinteln hat jeder Spieler zum Warmspielen einen Ball, hier haben wir nur einen einzigen und keine Trikots oder Leibchen!" Getreu dem Motto "Mein Team ist mein Team" waren in Rinteln alle sofort Feuer und Flamme von der Idee, mithelfen zu können. Spenden wurden gesammelt, Bälle beschafft, eine kleine Projektseite (www.amballbleiben.de) ins Leben gerufen, damit Patrick Towers zusammen mit Kwabena, Siisi, Ato, Ekwo, Kuuku, Akwasi und vielen anderen Kindern Baskettball spielen kann. Finanziell unterstützt haben die Aktion unter anderem die Basketball-Mannschaftskasse, die VTR, Sport "Schweiger" und einige private Spender. Außerdem kamen Sachspenden in Form von Bällen, Leibchen, Ballpumpen und Netzen an, die jetzt auf dem Weg ins 6.500 km entfernte "Ofaakor" sind. Es ist deutlich günstiger, die Bälle nach Ghana zu schicken, als sie dort zu kaufen, stellten die Rintelner Helfer fest. Als nächstes Projekt haben sich Patrick und die Rintelner Basketballer vorgenommen, Geld für die Betonierung des Platzes in "Ofaakor" zu sammeln. Wer sich über das Projekt informieren will, kann dies unter www.amballbleiben.de, wer mehr über "CLED" wissen will, sollte unter facebook.com/cledghana schauen und wer Lust hat, die Basketballgruppe der VTR kennenzulernen, der kann dies freitags von 18 bis 20 Uhr in der Halle der IGS in der Ostertorstraße. Foto: ste/privat

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