1. "Viele haben die Attraktivität von Bückeburg erkannt"

    Bürgermeister Reiner Brombach spricht über die wichtigen Ereignisse dieses Jahres / Die Planungen für 2018 stehen

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    BÜCKEBURG (jh). Reiner Brombach, seit 2006 Bürgermeister der Stadt Bückeburg, blickt auf ein "hektisches, arbeitsreiches aber auch schönes" Jahr 2017 zurück. "Große Teile dessen, was wir uns vorgenommen hatten, konnten wir auch umsetzten", sagt Brombach. Ein besonderes Highlight sei für ihn dieses Jahr die vermehrte Bautätigkeit in und um Bückeburg gewesen. Sowohl die private, als auch die Bautätigkeit der Stadt selbst laufe auf Hochtouren. "Besonders freut mich, dass viele Menschen die Attraktivität von Bückeburg als Wohnort anerkannt oder entdeckt haben." Eine der meist diskutierten Baustellen in Bückeburg ist wohl die Kita an der Hinüberstraße gewesen. Erst Kürzlich ist sie auf Ratsbeschluss "Julianen-Kita" getauft worden. Nach den umfassenden Umbau- und Sanierungsarbeiten sollen nun ab dem 1. Februar 2018 die ersten zwei Kindergruppen in das Gebäude "einziehen". "Laut Gesetz hat jedes Kind mit Abschluss des ersten Lebensjahres einen Anspruch auf einen Kitaplatz. Dies können wir in Bückeburg auch mit dem Krippengebäude am Straußweg definitiv gewährleisten", betont Brombach. Außerdem meint er, dass die vielen Diskussionen um den Bau, die Kosten und die Eröffnung der Kita "eine Notwendigkeit" gewesen seien. "Ich denke, das alles zeigt vor allem ein gesundes Interesse der Ratsmitglieder. Wir arbeiten in einem guten Miteinander und nicht gegeneinander", sagt er. Weitere Bautätigkeiten waren der Umbau und die energetische Sanierung des Stadthauses sowie die Umgestaltung des Lehrerzimmers der Grundschule am Harrl. "Nach den Wünschen des Kollegiums ist der Raum heller und besser gegliedert worden. Auch ein Ruhebereich wurde eingerichtet", beschreibt Brombach. Für 2018 sei der Umzug der Tourist-Information aus den Räumlichkeiten am Marktplatz in die Lange Straße 45 geplant. "Am Marktplatz konnten wir keinen barrierefreien Zugang gewährleisten. Die Räumlichkeiten waren insgesamt auch etwas zu klein", erklärt Brombach. Umgebaut wird auch die Märchensänger Musikschule. Die neuen Brandschutzverordnungen werden im kommenden Jahr umgesetzt. Die finanziellen Mittel dafür stünden weitestgehend bereit. Brombach sieht die Zukunft der Musikschule jedoch als gesichert an: "Sie ist aus dem Kulturleben der Stadt einfach nicht wegzudenken." Das von vielen Bürgern so lang herbeigesehnte Breitbandinternet hat auch in diesem Jahr endlich in Bückeburg Einzug erhalten. Brombach erklärt: "Alle Tiefbauarbeiten für die Verlegung der Glasfaserkabel sind abgeschlossen." Der letzte Schritt der Freischaltung scheiterte im November an fehlenden Modulteilen der Telekom. Bis Ende Mai sollte die Freischaltung allerdings klappen. Der Anschluss der gewerblichen Bereiche sei auch im Plan für das Jahr 2018. "Bis Mitte des Jahres soll die Kreuzbreite ebenfalls mit schnellerem Internet versorgt sein", versichert Brombach. Freies WLAN ist seit Herbst vor allen städtischen Gebäuden in der Innenstadt verfügbar. Auch die E-Mobilität ist im vergangenen Jahr ein wichtiges Thema gewesen. "Auf dem Witteplatz haben wir eine "Tankstation" eingerichtet, an der zwei Fahrzeuge geladen werden können". Bei den Stadtwerken an der Gasanstalt können ebenfalls zwei Fahrzeuge mit Strom betankt werden. "Wir werden beobachten, wie sich der Bedarf an Ladestationen in der kommenden Zeit entwickelt", sagt der Bürgermeister. Im kulturellen Bereich kann die Stadt Bückeburg auf eine Reihe von erfolgreichen und von den Bürgern der Stadt sehr gut angenommenen Veranstaltungen zurückblicken. Dazu zählen unter anderem das Bürgerschießen, "Die lange Nacht der Kultur", "Bückeburg kocht über" und der Bühnensommer. Auch die Landpartie und der Weihnachtszauber wären inzwischen unmöglich aus dem Kulturabgebot der Stadt Bückeburg wegzudenken. "Die Landpartie im Sommer ist meiner Meinung nach kaum zu toppen. Im kommenden Jahr freue ich mich auch schon sehr darauf", sagt Brombach. Einen immens großen Anteil am Kulturleben- und Angebot der Stadt Bückeburg trage das Stadtmarketing. "Hier haben wir leider in diesem Monat einen betrüblichen Verlust verzeichnen müssen. Bettina Remmert wird uns zum 1. April 2018 verlassen. Sie wird in jedem Fall eine Lücke hinterlassen, für die wir eine qualifizierte Nachfolge finden müssen." Die Situation der Flüchtlinge und deren Migration in Bückeburg bewertet Brombach durchweg als positiv. "Ein Großteil der ungefähr 300 Flüchtlinge sind dezentral untergebracht und mittlerweile gut in die Gesellschaft integriert. Die anfänglichen Befürchtungen vieler Bürger haben sich nicht bewahrheitet", schildert er. 50 junge Männer seien noch in der Hederschule untergebracht. Aber auch hier würden AWO, Rotes Kreuz zusammen mit dem Landkreis eine weiterführende Lösung finden. Die finale Eröffnung des Klinikums in Vehlen wirft unweigerlich die Frage der Nachnutzung des Bückeburger Krankenhauses auf. Der Bürgermeister beantwortet diese klar: "Das gesamte Gebäude wird Mitte 2018 abgerissen werden. Es existieren bereits Pläne eines Investors für eine Seniorenwohnanlage im vorderen Teil des Grundstücks. Hinten zur Fürst-Ernst-Straße entstehen private Bauvorhaben." Der Haushalt für das kommende Jahr 2018 ist vom Stadtrat einstimmig mit allen Parteien beschlossen worden. "Wir sind für 2018 finanziell so aufgestellt, dass wir alles bewältigen können, was wir uns vorgenommen haben", versichert Brombach. In den wesentlichen Dingen sei man sich im Rat meist einig und könne zu guten Beschlüssen finden. "Unsere Streitkultur hier in Bückeburg sehe ich als konstruktiv und zukunftsweisend", schließt er. Foto: jh

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