1. In der Samtgemeinde laufen die Zukunftsplanungen

    Hoffen auf seniorengerechte Wohnungen / Schaffen weiterer Krippenplätze / Grundsatzentscheidungen treffen

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    NIEDERNWÖHREN (pp). Niedernwöhrens Samtgemeindebürgermeister Marc Busse blickt auf ein ruhiges Jahr ohne außergewöhnliche Ausgaben zurück. Aktuell treiben Rat und Verwaltung Zukunftsprojekte voran, die das Leben in der Samtgemeinde verbessern sollen. Ein wichtiges Anliegen ist die Schaffung von seniorengerechten Wohnangeboten für ältere Menschen, damit diese nicht in die Städte abwandern müssen. "Ich habe mich unter anderem mit meinem Sachsenhäger Kollegen Jörn Wedemeier über dieses Thema ausgetauscht, der sich mit dieser Frage bereits intensiv beschäftigt hat. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Chancen, ein Alten- und Pflegeheim nach Niedernwöhren zu bekommen, ziemlich gering sind - unter 10.000 Einwohnern steigt kein Investor ein. Gute Chancen sehe ich aber, dass die Kreiswohnungsbaugesellschaft seniorengerechte Wohnungen baut, wenn wir ein geeignetes Grundstück auf Erbbaubasis zur Verfügung stellen können", berichtet Busse. Eine vergleichbare Wohnanlage in Sachsenhagen mit 12 barrierefreien Einheiten ist bereits komplett vermietet. "Ich stehe für den Bereich Niedernwöhren-Meerbeck in guten Gesprächen mit Wohnbau-Geschäftsführer Heinz-Helmut Steege", so Busse. Unzufrieden ist der Samtgemeindebürgermeister mit dem schleppenden Fortgang des Verfahrens zur Eigentumsübertragung der Badewonne auf den Förderverein. "Erst hat der Vorstand aufs Tempo gedrückt, jetzt liegen die ausgearbeiteten Verträge bereits über ein Jahr lang beim Notar und können nicht unterschrieben werden, weil der Verein die Gemeinnützigkeit noch nicht erlangt hat", bedauert Busse, lobt aber ausdrücklich Vorstandsmitglied Hans Herbst: "Er hat viel Herzblut investiert. Ohne ihn hätten wir wohl noch größere Verzögerungen." Erfreulich hingegen ist für Busse, dass das Projekt Badewonne eine hohe Förderung aus dem Leader-Programm der Europäischen Union zugesagt bekommen hat. Erfreuliche Nachrichten gibt es auch in der Kinderbetreuung. "Die PLSW hat in der integrativen Kindertagesstätte Abenteuerland in Niedernwöhren angebaut und zusätzliche 15 Krippenplätze mit einer Betreuung bis 16.30 Uhr geschaffen", freut sich Busse. "Trotzdem müsste meines Erachtens in der Samtgemeinde noch eine weitere Gruppe eingerichtet werden, um den Bedarf zu befriedigen." Für 2018 erwartet der Samtgemeindebürgermeister einige Grundsatzentscheidungen: "Uns liegt inzwischen das Grundschulgutachten mit mehreren alternativen Vorschlägen vor, die jetzt von den Fraktionen beraten werden. Außerdem läuft eine Studie zu der Frage an, ob und wie es sinnvoll sein kann, die Bauhöfe der Gliedgemeinden zusammenzulegen." Auch die Beschlüsse, welchen Gerätewagen die Wehr Nordsehl-Lauenhagen im Rahmen der Ersatzbeschaffung erhalten soll und ob für den Samtgemeindebauhof, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, ein neues Multicar beschafft wird, stehen bevor. "Finanziell droht uns Ungemach, wenn die neue Landesregierung beschließt, die Kindergartenbetreuung komplett beitragsfrei zu stellen. Wenn die Erstattung des Landes dann in ähnlicher Höhe wie bisher im Bereich des letzten Kindergartenjahres ausfällt, droht uns eine spürbare Mehrbelastung", fürchtet Busse. Foto: pp

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