1. Konzept nicht umsetzbar

    Das Stift Obernkirchen bleibt heiztechnisch weiterhin autark

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    OBERNKIRCHEN (wa). Die Idee: Das Stift Obernkirchen mit den umstehenden Gebäude verbinden und die Heizenergien gemeinschaftlich nutzen. Dieses Thema stand kürzlich im Rathaus bei der Bauausschusssitzung auf dem Plan. Mit dabei war Dorian Merten, stellvertretender Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland. Er kümmert sich um Energiekonzepte kommunaler Liegenschaften - beispielsweise Schulen und Kloster, wie das in Fischbeck. Die Kommune erteilt dafür einen Auftrag und kann hinterher Mittel bei der KfW-Bank beantragen. "Wir konzentrieren uns auf eine ergebnisoffene Konzeptionierung. Wir achten dabei auf Effizienz und Co2-Einsparungen", erklärte Dorian Merten. Allerdings dürfe hier die Ideologie nicht im Vordergrund stehen -viel wichtiger sei die Erneuerung der Technik mit Sinn und Verstand. Geprüft wurden sieben verschiedene zentrale und dezentrale Versorgungsmodelle. Hackschnitzelbefeuerung komme nicht in Frage, hielt Merten fest: Transport/Logistik und Verbrauch seien nicht nachhaltig genug. Merten kam zu dem Schluss, dass die dezentrale Wärmeversorgung im Stift sowie in den umliegenden kommunalen Gebäuden am wirtschaftlichsten sei, da ein Nahwärmenetz zu kostenintensiv und verlustreich sei. Regenerative Energien seien nicht ausreichend günstiger als konventionelle Energien. Sein Vorschlag sowohl für das Stift als auch für die kommunalen Gebäude: Eine neue effiziente Heizungsanlage installieren (Umwälzpumpe raus, Hocheffizienzpumpe rein), die Thermostatventile komplett austauschen sowie ein hydraulischer Abgleich. Die Installierung einer Solaranlage komme allein aus Denkmalschutzgründen nicht in Frage, erklärte Merten. Ebenso würde dies zu einer Kostenexplosion führen. "Wenn die alten Kessel raus sind, ist ein großer Schritt getan", sagte er abschließend. Foto: wa

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