1. Für jeden Tag Mitgliedschaft einen Cent gespendet

    Dr. Hartmut Haverland ist dem SVH seit 50 Jahren treu / Vorsitzender Jörg Nerge wird in sein Amt wiedergewählt

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    HATTENDORF. Als Neunjähriger ist Dr. Hartmut Haverland Mitglied im SV Hattendorf (SVH) geworden. Das ist jetzt 50 Jahre her und deshalb ist der gebürtige Antendorfer, der heute in Bad Lippspringe lebt, auch zur Jahreshauptversammlung seines Heimatvereins ins Gasthaus Peter gekommen. "Ich bin froh, dass ich damals einen Fürsprecher hatte, der mit meinem Vater gesprochen hat und ihn davon überzeugen konnte, dass ich Fußball spielen darf", erinnerte sich Haverland, der für seine 50-jährige Vereinstreue vom Vorsitzenden Jörg Nerge geehrt wurde. Haverland hatte einige Überraschungen für seine Vereinskollegen mitgebracht. "Ich gehöre dem SV Hattendorf seit 50 Jahren an. Das sind 365 Tage mal 50, plus der 13 Schaltjahrtage, die ich nicht unterschlagen möchte - also 18 263 Tage", hatte Haverland errechnet. Für jeden Tag wolle er einen Cent an den SVH spenden, also 182,63 Euro. Das Geld überreichte der Jubilar in einem Umschlag. Außerdem übernehme er die Kosten für alle Getränke an dem Abend und da Haverland davon begeistert ist, dass im SVH Flüchtlinge Fußball spielen, bestens integriert sind und durch ihre Einsätze sogar die Spielfähigkeit der zweiten Mannschaft sichern, spendete er für deren Ausstattung mit Sportkleidung weitere 500 Euro. "Solche Jubilare wünscht sich wohl jeder Verein", stellte Nerge fest und dankte Haverland. Die rund 50 anwesenden Vereinsmitglieder dankten mit tosendem Beifall. Ebenfalls geehrt wurden Kathrin Ackmann, Annegret Tegtmeier und Bärbel Tegt-meier für 40-jährige Mitgliedschaft. Seit 25 Jahren gehören Marcus Schöbel, Heike Großardt, Janina Dornbusch, Miriam Ackmann, Stephanie Ackmann, Ines Pries, Melanie Peter und Marcus Peter dem SVH an. Zuvor hatte Nerge auf das fast abgelaufene Jahr zurückgeschaut. Der Skatabend und der Bau der Bouleanlage seien gut verlaufen. "Nur die Sportwoche ist regelrecht ins Wasser gefallen. Der Familientag musste sogar erstmals abgesagt werden, weil es nur in Strömen geregnet hatte", so Nerge. 2018 hoffe man wieder auf einen gut gelaunten Wettergott. In der Fußballsparte sei einiges passiert. Man hatte sich vom Trainer getrennt, einige Spieler hatten den SVH verlassen und durch Krankheiten fielen Spieler aus. "Die Integration von Flüchtlingen sicherte uns die Spielfähigkeit. Auch wenn es zunächst Verständigungsschwierigkeiten gab, die jungen Männer spielen mit großer Freude und großem Einsatz und sind inzwischen gut integriert", erzählte Spartenleiter Fußball, Marcus Schöbel. Man habe einen Antrag bei einer Stiftung gestellt und 500 Euro für Sportschuhe für die Flüchtlinge erhalten. Außerdem haben Hattendorfer und Antendorfer gebrauchte Fahrräder gespendet. "Einer unserer Spieler lebt inzwischen in Rodenberg, aber kommt nach wie vor mit dem Fahrrad nach Hattendorf", so Schöbel. Aus der Gymnastikabteilung berichtete Bärbel Tegt-meier. Walking, Body Fit, Fit-Gym und Trampolinturnen für Kinder bietet der SVH. Übungsleiterin Stephanie Preiss informierte darüber, dass sie den Wunsch hat, eine Trampolinsparte zu gründen. "Allerdings fehlen uns dafür Hallenzeiten. Wir können das Trampolinturnen nur in der Zeit in der Sporthalle in Rehren anbieten, wenn die Fußballer draußen sind." Andreas Watermann informierte über die Aktivitäten der Boulesparte und ehrte den Vereinsmeister Hans-Werner Vischer. Zwei Teams mit insgesamt 19 Lizenzspielern treten für den SVH an. In den Wintermonaten wird in einer Scheune in Escher trainiert. Schließlich wählten die Hattendorfer Sportler ihren Vorsitzenden einstimmig wieder. Marcus Schöbel bleibt zweiter Vorsitzender und Fußballspartenleiter, Sonja Bormann führt weiter die Kasse und Uwe Warnecke bleibt Schriftführer. Bärbel Tegtmeier und Kathrin Ackmann, beide seit mehr als 20 Jahren im Vorstand tätig, schieden aus ihren Beisitzerämtern aus. Nachfolger wurden nicht gewählt, da die Gymnastikabteilung noch durch Annegret Tegtmeier und Heike Köhler im Vorstand vertreten ist. Schöbel und Watermann wurden wiedergewählt und der Fußballobmann Sascha Melichio ebenfalls. Der Förderkreis unterstützte die Aktiven auch 2017 und plant für 2018 eine Fahrt zu einem Bundesligaspiel. "Am 5. Mai wollen wir 96 gegen die Hertha spielen sehen", sagte Volker Struckmeier vom Förderkreis. Nach der Versammlung genossen die Sportler leckeren Grünkohl aus dem Hause Peter.

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