Oerlinghausen (kd). Zur Freude aller kleinen und großen Besucher sind wieder zwei Ferkel in den Pferch im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen eingezogen. Sie gehören zur Rasse der Düppeler Weideschweine.
Bereits in der Vorgeschichte waren Schweine beliebte Haustiere, die eine große wirtschaftliche Bedeutung besaßen. Sie wurden nicht im Stall, sondern im Freiland und dabei vorwiegend im Wald gehalten. Weideschweine waren sehr robust, genügsam und fettreich. Optisch ähnelten sie dem Wildschwein, mit dem es ebenfalls zu Rückkreuzungen kommen konnte. In den 1970er Jahren wurde die Zucht des Deutschen Weideschweines aufgrund von zunehmender Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Die Rasse starb aus. Im Museumsdorf Berlin-Düppel wurden in den 80er und 90er Jahren jedoch Rückzüchtungen zu den Weideschweinen aus Mangalitza-Wollschwein (40 Prozent), Wildschwein (33 Prozent), Rotbuntem Husumer (20 Prozent) und der Deutschen Landrasse (sieben Prozent) durchgeführt, die den ausgestorbenen gleichen. Jedes Jahr beleben zwei neue Nachfahren der Düppeler Weideschweine das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen. Die beiden weiblichen Ferkel wurden im März geboren und stammen aus einer Zucht in Bad Zwischenahn. Sie sind deutlich voneinander zu unterscheiden: eines ist schwarz-weiß gefleckt und eines braungrau.
