Lügde/Elbrinxen (afk). Zwar schreiben wir zurzeit noch April und der Sommer ist noch einige Wochen hin. Aber dennoch werden in den beiden Freibädern in der Großgemeinde, in Lügde und in Elbrinxen, bereits die Vorbereitungen auf die neue Saison mit Hochdruck betrieben. Was die Infrastruktur angeht läuft alles rund. Alles? Nicht ganz, denn beide Schwimmbäder haben zur kommenden Saison ein keineswegs geringfügiges Problem: Derzeit finden sich keine Kassierer. In Elbrinxen fehlt zudem noch ein Kioskbetreiber.
"Wir haben uns bereits mehrfach per Aushang auf die Suche nach einem Kiosk-Betreiber für die viermonatige Badesaison gemacht. Doch bisher ist die Resonanz gleich null", berichtet Bertram Wegner, Vorsitzender des Fördervereines Freibad. In Elbrinxen war es bisher so geregelt, dass der Kioskbetreiber auch gleichzeitig die Eintrittskarten fürs Freibad verkaufte bzw. kontrollierte. "Sollten wir nicht fündig werden, dann fahren wir notfalls eine kleine Lösung. Dann suchen nur noch einen Kassierer", sagt Wegner. "Und sollte sich auch dafür niemand finden, dann müssten die Verantwortlichen den allerletzten Strohhalm ziehen. Da hieße, dass wir ein Automaten-System einrichten müssten.". Doch dann, so befürchtet der Vorsitzende, wäre der persönliche Kontakt zwischen Mitarbeiter und Besucher dahin. Das würde sich auch auf die Besucherzahl negativ auswirken. Immerhin erhalten die Kassierer für ihre Tätigkeit monatlich 500 Euro. "Das ist durchaus angemessen", befindet Wegner.
Mit der bei Stadt für die Freibäder zuständigen Katrin Buhr steht er in engem Kontakt. "Natürlich wäre niemand über eine derartige Lösung erfreut. Ein Freibad ohne Kiosk geht eigentlich gar nicht. Eis, ein kühles Getränk oder ein Kaffee gehören zum Besuch des Schwimmbades selbstverständlich dazu", sind sich Buhr und Wegner einig.
Für das Lügder Freibad ist derzeit die Stelle eines Kassierers ebenfalls vakant, seit Günter Gille sein jahrelanges Engagement aus Altersgründen zum Ende der letzten Saison aufgegeben hat. Doch hier sieht es offensichtlich hoffungsvoller aus, denn für Lügde liegen inzwischen einige Bewerbungen vor, so dass hier Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. "Da werden wir in den kommenden Tagen hoffentlich ein Ergebnis verkünden können", so Katrin Buhr.
Unabhängig davon bereiten sich die beiden Schwimmmeister Marc Zachert in Elbrinxen und Reinhold Krüger in Lügde akribisch auf den Startschuss in die neue Saison vor. Großreinemachen steht schon jetzt auf dem Stundenzettel der beiden. Auch wenn der Winter nicht streng war, die Spuren der letzten sechs Monate sind dennoch zu erkennen und müssen beseitigt werden. Mit Hochdruckreiniger werden die Plattenwege, Sprungturm und Becken gereinigt. Wenn der Wettergott weiter mitspielt, dann soll in den kommenden Tagen das Schwimmbecken gestrichen werden. "Wir brauchen dafür eine Woche trockenes Wetter und mindestens 15 Grad Wärme und dann werden wir zu dritt ein bis zwei Tage kräftig streichen", sieht Marc Zachert optimistisch auf den Zeitplan. Pünktlich zum 1. Mai werden beide Freizeitanlagen wieder wie in jedem Jahr betriebsbereit sein. Wann sich dann die Tore für die Besucher öffnen, das hängt vom Wetterverlauf ab. Aber spätestens zum 15. Mai werden die Bäder wieder zum Schwimmen und Toben einladen.
Dass es mehr Gäste werden als im Vorjahr, das erhoffen sich nicht nur die diensthabenden Schwimmmeister. Mit rund 13.500 Besuchern in Lügde und rund 9.000 in Elbrinxen konnten im vergangenen Jahr die Zahlen des Jahres 2013 (17.400/13.500) bei weitem nicht erreicht werden. "Das war insbesondere dem schlechten Sommer geschuldet", erklären die beiden Schwimmmeister. Aber dafür können sie nun wirklich nichts.
Die Öffnungszeiten bleiben zunächst unverändert. Lügde hat täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Elbrinxen öffnet seine Pforten von 10 bis 18 Uhr, samstags allerdings erst ab 12 Uhr. Bei schlechtem Wetter können die Schwimmmeister die Badanlage allerdings schon um 16 Uhr schließen.
