1. Miniaturwelt sorgt für großes Staunen

    Projekt "Schulmodellbahn Stadthagen" präsentiert seine Miniaturwelt in der Sparkassengeschäftstelle Am Markt

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    STADTHAGEN (mh). Seit ein paar Tagen dreht sich in der Sparkassen-Geschäftsstelle am Markt in Stadthagen alles im Kreis: Auf über 60 Meter Schienenstrecke ziehen die H0-Eisenbahnen der Schulmodellbahn Stadthagen ihre Runden, ein Muss nicht nur für alle Eisenbahnfans. "Hier in der Sparkasse wollen wir möglichst vielen Leuen unser Projekt vorstellen", sagt Eberhard Greuel, Leiter der AG Schulmodellbahn Stadthagen.

    Dass hier mehr dahinter steckt, als auf den ersten Blick zu sehen ist, davon kann der Lehrer der Schule am Schlosspark leidenschaftlich berichten. Bereits seit 1997 besteht die AG nun schon. Derzeit sind jeweils zehn Schüler der Schule am Schlosspark, des Ratsgymnasiums sowie der IGS Schaumburg in dem Projekt engagiert. "Es geht darum, den Schülern die Teamarbeit näher zu bringen. Zudem trainieren die Schüler Präzision und Zuverlässigkeit", sagt der Pädagoge. In der Praxis lernen die Schüler darüber hinaus viel über Technik: Elektrik, Löten, Arbeiten mit Holz oder Kunststoff – die Aufgaben sind vielfältig. Unterstützt werden sie dabei von drei erwachsenen Helfern. Wieviel Arbeit in der Anlage steckt, kann man nur erahnen. Mit viel Liebe zum Detail haben die Schüler ganze Miniaturlandschaften geschaffen, die für Staunen sorgen. Der von den Schülern beispielsweise in Szene gesetzte Castor-Transport lässt die jährlich wiederkehrenden Proteste lebendig werden. Sogar der NDR hat schon über diese wohl größte Schuleisenbahn Deutschlands berichtet. Es wird viel Wert auf Realitätsnähe gelegt, erläutert Eberhard Greuel. "Bis ein Haus fertig gestellt ist, kann es schon mal ein halbes Jahr dauern", erklärt er. Denn ein Mini-Haus wird nicht einfach gekauft und auf die Anlage gestellt. Klinker, die Farbe des Daches und sogar Spuren der Witterung werden von den Schülern authentisch nachgebildet, bis dann am Ende ein fast realistisch wirkendes Gebäude seinen Platz auf der Modellbahn findet. Auch regionale Ereignisse sind auf der Bahn verewigt: In vierjähriger Bauzeit haben Schüler den Brand der Mülldeponie in Sachsenhagen im Jahr 2005 nachgebaut. Inmitten dieser Landschaften und Szenarien fahren selbstverständlich auch die Züge, klassisch per Hand gesteuert von den Schülern. Eine Aufgabe, die die Konzentration schult, erklärt Mini-Eisenbahner Eberhard Greuel. Schließlich möchte man hier ebenso wenig wie im echten Leben Züge entgleisen sehen. Noch bis zum 31. Januar präsentieren Lehrer und Schüler immer nachmittags von 15.30 bis 17 Uhr ihre Modellbahn im Foyer der Sparkasse. In dieser Zeit stehen sie für Fragen und Informationen zur Verfügung. Eine große Ausstellung mit über 300 Meter Streckenlänge findet dann am Sonnabend und Sonntag, dem 11. und 12. Februar, in der Olympiahalle der Schule am Schlosspark statt. Foto: mh

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