1. Grüne einstimmig für Leitantrag des Bundesvorstandes

    Ausbau von Erneuerbaren Energien forcieren

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    LANDKREIS (hb/m). Einstimmig hat der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, den Plänen der Bundesregierung zum Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 "im Großen und Ganzen zuzustimmen". Dieses Votum, so Rainer Everding gegenüber der Presse, soll den zwei Schaumburger Delegierten Maria Börger-Suksdorf und Wilhelm Klusmeier zur eigens zu dem Thema anberaumten Grünen-Bundesdelegiertenkonferenz, die am Sonnabend in Berlin stattfindet, mit auf den Weg gegeben werden.

    Grund für die Mitgliederversammlung im Stadthäger Kreishaus war der vom Bundesvorsand der Grünen erarbeitete Leitantrag zum Atomausstieg. Dort wird erläutert, "dass ein Atomausstieg auch bereits 2017 machbar sei". Weiter wird festgestellt, "dass für uns Grüne der breite Konsens aller politischen Parteien ein Wert an sich" ist. Doch während andere Orts- und Kreisverbände rumoren, weil ihnen der Atomausstieg zu langsam scheint, kam bei den rund zwei Dutzend Anwesenden im Kreishaus so recht keine kontroverse Stimmung auf. Kritisiert wurde allenfalls, dass sechs Meiler erst 2022 abgeschaltet werden und einer gar als Kaltreserve bereitgehalten werden soll.

    Die Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold aus Rinteln erläuterte ihre Zustimmung zum Leitantrag mit der Begründung, ein überhastetes Abschalten berge die Gefahr, "dass an den Grenzen von Tschechien und Frankreich neue Atommeiler hochgezogen werden, um Deutschland dann dauerhaft mit Atomstrom zu versorgen." Damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit dem Abschalten der Atomkraftwerke Schritt hält, fordert Helmhold auch Zugeständnisse der Grünen Politik vor Ort. "Wir müssen die Leute sein, für die der Ausbau von Flächen für Windkraft und Solaranlagen Priorität hat; denn wir befinden uns in einer historischen Situation", so Helmhold. Da müsse, so die Landtagsabgeordnete mit Blick auf die Planungen in Goldbeck, auch schon mal Eingriffen in Landschaftsschutzgebiete zugestimmt werden. Andere Grüne wie Friedrich Deventer und Klaus-Ulrich Schmidt betonten zudem, "auch die Übernahme der Netze durch kommunale Stromversorger sei wichtig, um die Macht der Strommonopole zu brechen."

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