1. "Amtliche Kontrollen müssen deutlich ausgeweitet werden"

    Helmhold: Ernsthafte Konsequenzen aus Dioxin-Skandal ziehen

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    LANDKREIS (km). In der Diskussion um Dioxin in Lebensmitteln fordert Ursula Helmhold (Grüne) endlich einen ernsthaften Einsatz für den Verbraucherschutz. "Das jetzige System von Eigenkontrollen der Wirtschaft hat eklatant versagt," kritisierte die Schaumburger Landtagsabgeordnete. Zudem beklagt sie, dass alle Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre außer Ankündigungen zu keinen Veränderungen geführt hätten und fordert grundsätzliche Konsequenzen. Die Grünen wollen in dem Zusammenhang in der nächsten Woche im Landtag einen Antrag vorlegen, der einen besseren Verbraucherschutz als Konsequenz aus dem Dioxinskandal fordert. Die amtlichen Kontrollen in der Futtermittelindustrie müssten deutlich ausgeweitet werden. Landesweit 14 Prüfer und 165 Dioxin-Proben pro Jahr reichten bei weitem nicht aus, um den notwendigen Qualitätssprungsprung in der Überwachung der weit verzweigten Agrarindustrie zu gewährleisten. Nach Ansicht Helmholds sei eine "grundlegende Agrarwende der beste Schutz gegen zunehmende Lebensmittelskandale". Eine eigene Futterproduktion der Tierhalter, Regionalität und bodengebundene Tierhaltung mit hohen Umweltstandards müssten in Niedersachsen die Norm werden. Der Grünen-Antrag fordert in zwölf Punkten unter anderem einen stärkeren Verbraucherschutz eine bessere Förderung des Ökolandbaus und einen von der Industrie finanzierten Haftungsfonds für Schäden. "Es kann nicht sein, dass die Landwirte, deren Höfe gesperrt werden müssen auf den erlittenen Schäden sitzen bleiben. Die Verursacher, nämlich die Futtermittelvergifter müssen dafür in die Pflicht genommen werden," forderte Ursula Helmhold abschließend.

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