LANDKREIS (em). Die meisten älteren Menschen möchten auch im Alter trotz körperlicher Einschränkungen in ihrer eigenen Wohnung leben. Da jedoch viele Wohnungen nicht seniorengerecht ausgestattet sind, müssen sie an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden. Oft reichen schon kleine Veränderungen, wie das Anbringen von Handläufen im Treppenbereich oder Haltegriffen im Bad.
Auch die Beseitigung von Stolperfallen wie Teppiche oder Telefonkabel, sowie der Einsatz von Hilfsmitteln machen die Wohnung sicherer und ermöglichen so einen weiteren Verbleib.
Um Beratungsmöglichkeiten zu diesen Sicherheitsrisiken anbieten zu können, hat das Seniorenservicebüro des Landkreises Schaumburg in Zusammenarbeit mit dem Niedersachsenbüro "Neues Wohnen im Alter" aus Hannover eine Qualifizierung für ehrenamtliche Wohnberater angeboten.
19 Ehrenamtliche lernten, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen bei der individuellen Umgestaltung ihres Wohnraumes zu unterstützen. Neben baulichen Veränderungen, der Umorganisation der Wohnung, dem Einsatz von Hilfsmitteln und Finanzierungsfragen standen auch unterschiedliche Wohnformen im Alter auf dem Stundenplan. Die Beratungen zur Verbesserung des Wohnumfeldes durch die ehrenamtlichen Helfer ist kostenlos.
In Kooperation mit der Kreiswohnungsbaugesellschaft können auch weitergehende Beratungen, wie beispielsweise Umbaumaßnahmen im Bad, Einsatz von Treppenliftern oder Einbau von Rampen für Rollstuhlfahrer angeboten werden.
Der Erstbesuch ist kostenlos, eine Begleitung der Umbaumaßnahmen ist möglich, allerdings müssen die Kosten hierfür bezahlt werden.
Die Wohnberatungen werden über das in den Fachdienst Altenhilfe integrierte Seniorenservicebüro unter der Servicerufnummer 05721/703789 sowie von Claudia Kuhlmann unter 05721/703713 oder Silke Finja Padubrin unter 05721/703722 vermittelt. Betroffene, die eine Wohnberatung in Anspruch nehmen möchten, können sich unter einer der genannten Rufnummer melden.