1. Wer sich aufregt, der geht Sonntag wählen

    Schaumburg hat Gelegenheit mitzubestimmen / Einfach ein Kreuz machen

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    LANDKREIS. Der Bus zu voll, die Schlaglöcher zu tief: Manchmal könnte man ausrasten. Warum gibt es Geld für neue Bushäuschen, nicht aber für weitere Busse, die die Kinder sicher und bequem zur Schule fahren? Warum sehen manche Straßen aus wie ein Schweizer Käse und an anderen Wegen werden neue Lampen eingebaut, obwohl die alten noch gut waren?

    Ines Hitzemann

    Das sind nur zwei Themen, die alle Schaumburger betreffen. Am Ende geht es dabei lediglich um eine wichtige Sache: nämlich ums Geld. Wer bezahlt was und warum. Der Landkreis selbst hat nicht mehr viel übrig, vom Land und den Gemeinden kommt immer weniger. Wo als liegen die Prioritäten und wer legt sie fest?

    Am Sonntag können die Wahlberichtigten unter den 162.000 Schaumburgern direkt darüber entscheiden, wer den Landkreis in den nächsten acht Jahren steuert. Und wer dem kleinen Landkreis im niedersächsischen Konzert der Kommunen eine deutliche Stimme und ein markantes Gesicht gibt. Drei engagierte Kandidaten stellen sich zur Wahl des Landrates.

    Es gibt keine Wahl in Deutschland, deren Ergebnis so unmittelbar auf das Lebensumfeld des Wähler ausstrahlt.

    Mit Jörg Farr hätten die Schaumburger einen parteilosen Landrat, der als Verwaltungsspezialist genau weiß, worauf er sich einlässt. Mit Klaus-Dieter Drewes wäre Schaumburg schwarz, also CDU geführt. Völlig neu im traditionell roten Landkreis Schaumburg.

    Einen echten "Linksruck" aber kann sich selbst der dritte Kandidat im Bunde nicht vorstellen. Und doch tritt der Student Sören Hartmann für die Linke an, um aufmerksam zu machen. Unter anderem auf das Amt des Landrates. Dieser ist nämlich die Schnittstelle, der Kontaktmann, für die Schaumburger zu "denen da oben". Ihn kann man fragen, wenn man mal wieder kurz vor dem ausrasten ist. Woher das Geld eigentlich kommt, mit denen die Bushäuschen saniert werden. Und warum manche Straßen aussehen wie ein Schweizer Käse. Also, wer sich aufregt, der geht am Sonntag am besten erst einmal selbst wählen.

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